Mitarbeiter im ambulanten Pflegedienst werden kreativ
Katastrophenschützer bringen Pflegekräfte zu den Patienten

Münsterland -

Wegen des vielen Schnees hat der Katastrophenschutz in den vergangenen Tagen Pflegekräfte des Arbeiter-Samariter-Bundes zu ihren Patienten gebracht. Bei anderen Pflegediensten waren viele Mitarbeiter zu Fuß oder sogar mit dem Trecker unterwegs.

Dienstag, 09.02.2021, 17:00 Uhr aktualisiert: 09.02.2021, 17:40 Uhr
Mitarbeiter im ambulanten Pflegedienst werden kreativ: Katastrophenschützer bringen Pflegekräfte zu den Patienten
Die vielen Schneemassen und schwierigen Verkehrsverhältnisse haben die ambulanten Pflegedienste im Münsterland vor einige Probleme gestellt. Foto: Lukas Wiedau

„Wir haben mit allen Klienten gesprochen. Dort, wo lebensnotwendige Hilfe von Nöten ist, schaffen wir es vor Ort zu sein. In anderen Fällen können oft Angehörige einspringen“, erklärt Udo Menke von der Caritas in Warendorf, der weiter sagt: „Die Mitarbeiter haben sich toll untereinander abgestimmt und jeweils die Kunden besucht, die ihrem Wohnort am nächsten liegen.“ Außerdem seien die Pflegekräfte in den Wohngebieten teilweise auch viel zu Fuß unterwegs. „Denn dort sind die Straßen nicht geräumt und teilweise nicht befahrbar“, sagt Menke, der von „großem Verständnis“ der Pflegebedürftigen und deren Angehörigen spricht.

Mit dem Trecker zu den Patienten

„Unsere Pflegedienstleiterin aus Milte ist ihre Patienten mit einem Trecker vom elterlichen Hof angefahren“, berichtet Christoph Rieper, Geschäftsführer beim ambulanten Pflegedienst des BHD in Warendorf über die Kreativität der Pflegekräfte.

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Zwölf Kilometer zu Fuß unterwegs

„Ich weiß sogar von einer Kollegin, die am Sonntag zwölf Kilometer zu Fuß zurückgelegt hat, um all ihre Patienten zu versorgen“, erzählt Stefanie Könitz-​Goes vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) in Münsterland, die feststellt: „Die Mitarbeiter geben alles.“ Pflegekunden, die wirklich medizinische Betreuung benötigen, werden auch beim ASB weiter versorgt. „Ehrenamtliche vom Katastrophenschutz holen teilweise unsere Pflegekräfte mit Autos mit Schneeketten ab und fahren sie zu den Kunden“, erklärt Könitz-Goes, die hofft, dass der ASB ab Mittwoch den Regelbetrieb wieder aufnehmen kann. Mit zeitlichen Verzögerungen sei allerdings weiter zu rechnen.

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