Internationale Polizei-Zusammenarbeit
Weitere Festnahmen nach Ermittlungen gegen mutmaßliche Drogenschmuggler

Kreis Steinfurt -

Die Polizei im Kreis Steinfurt hat in den vergangenen drei Wochen zwei weitere Tatverdächtige festgenommen, die im Zusammenhang mit internationalen Drogengeschäften und -transporten stehen sollen. Ein weiterer Verdächtiger wurde durch Beamte des Polizeipräsidiums Duisburg verhaftet.

Donnerstag, 11.02.2021, 17:12 Uhr aktualisiert: 11.02.2021, 19:09 Uhr
Internationale Polizei-Zusammenarbeit: Weitere Festnahmen nach Ermittlungen gegen mutmaßliche Drogenschmuggler
Foto: dpa

Ihnen wird unter anderem Handel mit Betäubungsmitteln, der Transport beziehungsweise die Mithilfe am Transport von Betäubungsmitteln sowie der Handel mit Waffen vorgeworfen, berichtet die Kreispolizei Steinfurt in einer Pressemitteilung.

Den Verhaftungen vorangegangen war eine monatelange Ermittlungsarbeit der Kreispolizeibehörde Steinfurt in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Münster, die Anfang Dezember vergangenen Jahres in Durchsuchungen in mehreren Gemeinden im Kreisgebiet sowie in Oberhausen mündete. Damals konnten vier von fünf Haftbefehlen vollstreckt werden, die die Staatsanwaltschaft Münster beim Amtsgericht Münster erwirkt hatte.

Bei drei der Festgenommenen handelte es sich um Beschuldigte im Alter zwischen 25 und 28 Jahren, die aus dem Kreis Steinfurt stammen. Der vierte Haftbefehl richtete sich gegen einen 29-jährigen Schweden. Da die Steinfurter Ermittler schon früh internationale Verbindungen der Kriminellen insbesondere nach Schweden festgestellt hatten, war ein so genanntes Joint Investigation Team (JIT) mit der Staatsanwaltschaft Stockholm sowie der schwedischen Polizei gebildet worden. Im Dezember folgten schließlich die ersten Verhaftungen auf   Grundlage dieser Ermittlungen.  

Drogentransporte mit speziell hergerichteten Fahrzeugen 

Bei den Wohnungsdurchsuchungen im Dezember wurden Betäubungsmittel, Bargeld und Kommunikationsmittel sichergestellt. Die Vorwürfe gegen die Beschuldigten: Sie sollen unter anderem mehrere hundert Kilogramm Marihuana, Haschisch und Amphetamine sowie Kokain im mindestens zweistelligen Kilobereich in verschiedenen europäischen Ländern eingekauft und in speziell dafür hergerichteten Fahrzeugen unter anderem nach Greven sowie nach Dänemark und Schweden gebracht haben. Auch sollen sie - teilweise gemeinschaftlich - Handel mit den Drogen betrieben haben. Darüber hinaus bestand bereits im Dezember der Verdacht, dass einige der Beschuldigten Schusswaffen besessen oder damit Handel betrieben haben könnten.

Die Ermittlungen wurden nach den Festnahmen im Dezember intensiv fortgeführt, so dass die Polizei in Duisburg zunächst den fünften zur Haft ausgeschriebenen Beschuldigten festnehmen konnte. Der 26-jährige Serbe aus Oberhausen wurde bei einer Identitätsfeststellung nach einer häuslichen Gewalt überprüft. Dabei kam heraus, dass er zur Festnahme ausgeschrieben war. Der 26-Jährige soll sowohl mit nicht geringen Mengen an Betäubungsmitteln als auch mit Waffen gehandelt haben.

Ermittlungen gegen Neuenkirchener

Die Steinfurter Kriminalpolizei ermittelte im Umfeld weiter. Dabei erhärtete sich in den vergangenen Wochen der Tatverdacht gegen einen 26-jährigen Studenten aus Emsdetten, der als Drogenkurier kiloweise Kokain aus den Niederlanden eingeschmuggelt haben soll. Außerdem können ihm nach den bisherigen Ermittlungen mehrere Kurierfahrten mit Haschisch und Marihuana nachgewiesen werden. Es folgte die Festnahme.

Die Ermittlungen führten außerdem zu einem 27-Jährigen aus Neuenkirchen. In seiner Werkstatt sollen Transportfahrzeuge für den Handel mit Betäubungsmitteln präpariert worden sein. Zudem soll er am Kokain-Einfuhrschmuggel sowie an Transporten von Drogen innerhalb Deutschlands beteiligt gewesen sein. Auch dieser Mann wurde durch die Steinfurter Polizei verhaftet. Die Ermittlungen zu den internationalen Drogengeschäften und -transporten mit Beteiligten aus Deutschland, Schweden, den Niederlanden und weiteren europäischen Ländern dauern an.

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