Humoriger Video-Abend
Einfach mal ohne Grund lachen

Sassenberg -

Grundlos lachen und sich wohl fühlen. Die Sassenberger Landfrauen hatten dazu die Lachyoga-Trainerin Carmen Goglin eingeladen, die mit ihnen einen humorigen Video-Abend verbrachte.

Montag, 15.02.2021, 08:02 Uhr aktualisiert: 15.02.2021, 08:10 Uhr
Der Lachabend aus der Sicht von Marion Wiefel. Die anderen Teilnehmerinnen sind alle in der oberen Leiste mit Bild und Namen zu sehen.
Der Lachabend aus der Sicht von Marion Wiefel. Die anderen Teilnehmerinnen sind alle in der oberen Leiste mit Bild und Namen zu sehen. Foto: Marion Bulla

„Wir können uns derzeit nicht treffen und wollten trotzdem etwas anbieten“, sagt Karin Schuckenberg. Eine der Landfrauen habe von Carmen Goglin gehört, die ausgebildete Lachyoga-Lehrerin sei, und Lachabende per Video anbietet. Kurzerhand hätten sie die Lachexpertin eingeladen zu einem humorigen Video-Abend, erzählt die Kassiererin der Sassenberger Landfrauen weiter. Zehn der Ortsverbandsmitglieder haben sich an dem Abend per Video-Konferenz zugeschaltet, um eine gute Stunde lang einfach mal zu lachen. Ganz ohne Grund. Denn genau das ist Lachyoga, das übrigens aus Indien kommt.

Am Anfang ist es komisch, einfach loszulachen, weil wir das nicht gewohnt sind.

Carmen Goglin

Carmen Goglin erscheint auf dem Bildschirm und begrüßt die Teilnehmerinnen, die alle in der oberen Leiste mit Bild und Namen zu sehen sind. Nach kleinen anfänglichen technischen Problemen geht es los. „Am Anfang ist es komisch, einfach loszulachen, weil wir das nicht gewohnt sind“, schickt Carmen Goglin voraus und fügt an, dass dieses künstliche Lachen aber schnell ins natürliche übergehen werde. Gut in dieser Runde sei, dass sich alle kennen würden, das mache es einfacher, so die Fachfrau weiter. Dann fordert sie die Frauen auf, sich eins ins Fäustchen zu lachen. Etwas zögerlich kommen die Frauen dem nach, ballen die Faust, und kichern hinein. Ganz offensichtlich ist es ein merkwürdiges Gefühl für die meisten. Doch schon die nächste Übung fällt leichter. „Die Hosentaschen sind voll mit allem, was uns am Morgen weh tat und wir holen das raus und lachen es einfach weg. Es könne aber auch eine Lachdusche, -pille oder -creme sein. Ebenso kann mit einem „Haha“ eine Dose zu öffnen helfen, schlechte Stimmung zu vertreiben.

Im Laufe des Abendsfolgen noch im Wechsel Klatsch-, Atem- und Lachübungen. Auch Sprechübungen und Anfeuerungsrufe auf sich selbst wie: „Yeah, ich bin wunderbar.“ sind dabei. Mit beiden Daumen zeigen die Damen auf sich. „Das geht doch runter wie Öl und ist gut gegen die Sorgen im Alltag“, weiß Goglin.

„Wenn man lacht, ist man im Hier und Jetzt“, erklärt die Lachyoga-Lehrerin und ergänzt, man könne Probleme nicht einfach weglachen, aber der Horizont werde geöffnet und vielleicht täten sich kreative Lösungen auf. „Kinder lachen bis zu 400 Mal am Tag völlig grundlos. Aber der Ernst des Lebens steigert sich und wir gewöhnen uns als Erwachsene das Lachen ab“, bedauert Carmen Goglin. Am Ende der humorigen Stunde befragt sie ihre Teilnehmerinnen nach deren Meinung: „Wie haben sie sich gefühlt?“

„Wenn man die Hemmschwelle erst überwunden hat, dann fühlt man sich befreit“, resümiert Karin Schuckenberg. Sie habe sehr viel gelacht. Doch am Anfang sei es ihr schwer gefallen. Man müsse sich darauf einlassen, erzählt auch Teilnehmerin Bärbel Sudhoff von ihrer Empfindung.

„Ich habe vor 15 Jahren schon einmal einen Lachyoga-Kurs besucht und muss sagen, dass es am Bildschirm nicht ganz so effektiv ist, weil man sich auf ein Bild konzentrieren muss“, gibt Reinhild Vrochte zu bedenken. Das Fazit von allen ist aber: Gelacht hat jede von ihnen und dabei reichlich Spaß gehabt.

„Es ist sinnvoll zu trainieren, wenn es einem gut geht, um die Ressource dann in schlechten Zeiten nutzen zu können. Beim Lachen werden Endorphine, das sind Glückshormone, im Körper ausgeschüttet“, gibt Carmen Goglin den Landfrauen noch mit auf den Weg.

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