Kontaktnachverfolgung
Kreis Warendorf ist Modellregion für luca-App

Kreis Warendorf -

Der Kreis Warendorf wird landesweit Modellregion und führt die App „luca“ ein. Damit wird die Kontaktnachverfolgung deutlich schneller.

Montag, 01.03.2021, 15:44 Uhr aktualisiert: 01.03.2021, 16:06 Uhr
Tobias Hamann (zweiter von rechts) von der Firma neXenio, die die App entwickelt hat, erklärt Dr. Tim Kornblum, Leiter Infektionsschutz im Gesundheitsamt, Kreisdirektor Dr. Stefan Funke und Stephan Niebrügge, stellvertretender Amtsleiter für IT, die luca-App
Tobias Hamann (zweiter von rechts) von der Firma neXenio, die die App entwickelt hat, erklärt Dr. Tim Kornblum, Leiter Infektionsschutz im Gesundheitsamt, Kreisdirektor Dr. Stefan Funke und Stephan Niebrügge, stellvertretender Amtsleiter für IT, die luca-App Foto: Kreis Warendorf

Als Modellregion in Nordrhein-Westfalen setzt das Gesundheitsamt des Kreises Warendorf auf die Smartphone-App „luca“ zur Kontaktnachverfolgung in der Corona-Pandemie. Die Idee zur App stammt unter anderem von bekannten deutschen Künstlern wie „Die Fantastischen Vier“.

Mit „luca“ soll die Kontaktnachverfolgung nicht nur bei kleineren Treffen zu Hause, sondern auch beispielsweise im Restaurant ganz einfach möglich sein. Bei einer Einweisung in die Funktionsweise mit den Betreibern der App machte sich das Gesundheitsamt nun startklar für den Einsatz. An der Videokonferenz nahm auch Kreisdirektor Dr. Stefan Funke als Digitalisierungs-Dezernent teil.

Wichtiger Zeitgewinn bei der Kontaktnachverfolgung

„Wir freuen uns über diese neue App, denn sie nimmt uns viel Arbeit ab und spart Zeit“, erklärt Dr. Tim Kornblum, Leiter Infektionsschutz im Gesundheitsamt, und ergänzt: „Bei einem Infektionsfall kommt es darauf an, sofort die Kontaktpersonen unter Quarantäne zu stellen. Da werden wir jetzt viel schneller.“

Durch diese App werden wir bei der Nachverfolgung der Kontakte jetzt viel schneller.

Dr. Tim Kornblum

Und so funktioniert es: Über die App sind sogenannte „Check-Ins“ möglich. Luca generiert dafür einen QR-Code, den man bei privaten Treffen gegenseitig einscannen kann. Betreiber eines Restaurants können für einzelne Tische QR-Codes generieren, über die sich die Gäste einchecken können. Sie können jedoch nicht sehen, wer eingecheckt hat, denn anstelle eines Namens wird nur ein Zahlencode angezeigt. „So ist auch der Datenschutz erfüllt“, freut sich Stephan Niebrügge, stellvertretender Amtsleiter für IT.

luca-App lässt sich leicht in SORMAS integrieren

Kommt es zu einem Infektionsfall, kann der Nutzer der App seine Check-Ins der vergangenen Tage ans Gesundheitsamt übermitteln. „Besonders hilfreich für die Mitarbeiter im Gesundheitsamt ist, dass sich die Daten aus der luca-App ganz leicht in SORMAS integrieren lassen“, erklärt Niebrügge. Dieses Programm nutzt das Gesundheitsamt ebenfalls als eines der ersten in Nordrhein-Westfalen seit Mai 2020 bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie.

Die Mitarbeiter in der Kontaktnachverfolgung sehen also sofort, mit wem die infizierte Person in den vergangenen Tagen Kontakt hatte. So bleibt dem Gesundheitsamt die zeitintensive herkömmliche Kontaktnachverfolgung erspart und die Nutzer der App können umgehend informiert werden, dass sie Kontakt zu einem Infizierten hatten. „Nun kommt es darauf an, dass sowohl die Bürgerinnen und Bürger sowie die Gastronomen die App auch nutzen“, wirbt Dr. Tim Kornblum.

Da es in Kinos, Theatern oder Konzerten oft keine separaten Tische gibt, können die Betreiber entweder einzelne Bereiche abgrenzen und diese mit einem QR-Code versehen oder jeden Sitzplatz einzeln ausweisen. „An der Entwicklung einer optimalen Lösung für diese Bereiche arbeiten wir derzeit noch“, sagt Tobias Hamann vom App-Entwickler neXenio.

Mehr zur App

Verfügbar ist luca für Android, iOS und als WebApp.

Mehr Informationen zu luca gibt es auf  www.luca-app.de  auf instagram @luca_app_official oder Facebook @luca.app.official

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