Münsterland ist Vorbild für NRW
Neues Fahrradgesetz soll Radverkehr fördern

Düsseldorf/Münsterland -

Das Münsterland ist in puncto Radverkehr ein Vorbild für ganz NRW. Während in der Region laut NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst bereits mehr als 30 Prozent der Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt werden, seien es im ganzen Land gerade einmal neun Prozent. Das will Wüst möglichst rasch ändern. Durch das nun verabschiedete Fahrrad- und Nahmobilitätsgesetz (FaNaG) NRW solle die Quote für das ganze Land auf 25 Prozent hochgeschraubt werden.

Dienstag, 02.03.2021, 18:42 Uhr aktualisiert: 04.03.2021, 14:45 Uhr
Münsterland ist Vorbild für NRW: Neues Fahrradgesetz soll Radverkehr fördern
Das Fahrrad ist im Münsterland ein für viele Menschen unverzichtbares Fortbewegungsmittel. Foto: dpa

Das Münsterland ist in puncto Radverkehr ein Vorbild für ganz NRW. Während in der Region laut NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst bereits mehr als 30 Prozent der Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt werden, seien es im ganzen Land gerade einmal neun Prozent. Das will Wüst möglichst rasch ändern. Durch das nun verabschiedete Fahrrad- und Nahmobilitätsgesetz (FaNaG) NRW solle die Quote für das ganze Land auf 25 Prozent hochgeschraubt werden. Wie ambitioniert dieses Ziel ist, erkennt man daran, dass sich Wüst am Dienstag in Düsseldorf nicht auf einen Zeit­horizont festlegen wollte.

Positiver Trend macht optimistisch

Optimistisch macht den Verkehrsminister ein positiver Trend: „Immer mehr Menschen fahren Fahrrad“, stellte er fest. Ein Trend, der mit der Entwicklung von Elektrorädern an Fahrt gewonnen hat und durch die Corona-Pandemie beschleunigt worden ist. Vor allem Pendler steigen immer häufiger auf Fahrräder mit Motorunterstützung um. Auch deshalb sollen nun Ausbau und Plan von Radwegen in einem überregionalen Radvorrangnetz beschleunigt werden. „An Geld dafür wird es nicht mangeln“, versprach Wüst. Die Förderung der kommunalen Projekte betrage 95 Prozent.

Durch das nun beschlossene Gesetz gebe es Planungsprivilegien, durch die Zeit bei der Umsetzung gewonnen werde. Im Ministerium wurden zehn Ingenieurstellen geschaffen, die ausschließlich auf die Planung von Radwegen ausgerichtet sind.

Außerdem erhält das Fahrrad mit dem FaNaG den Rang eines gleichrangigen Verkehrsmittels zu Autos, Bussen oder Bahnen. Dadurch könnten sich zum Beispiel bei der Schaltung von Ampeln Veränderungen ergeben. Finanziell gefördert werden sollen Radstationen mit guten Abstellanlagen an Haltestellen. Dies soll die problemlose Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr gewährleisten. Sharing-Angebote – auch für E-Scooter – sollen ebenfalls gefördert werden.

Sicherheit wichtiger Aspekt

Ein besonders wichtiger Aspekt ist laut Wüst die Sicherheit von Radfahrern. Deshalb sollen ab kommendem Jahr alle landeseigenen Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen sowie alle Busse mit einem Abbiege-Assistenten ausgestattet werden. Dieser hilft, Unfälle mit Radfahrern im toten Winkel zu verhindern.

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