Flagge zeigen für Geschlechtergerechtigkeit
„Frauenberufe“ besser bezahlen

Lüdinghausen -

Der „Equal Pay Day“ am 10. März markiert symbolisch den Tag, bis zu dem Frauen umsonst arbeiten, während Männer ab dem 1. Januar bezahlt werden. Franziska Ritter, Vorsitzende der kfd Lüdinghausen, und Barbara Wieschhues, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Lüdinghausen, hissen eine Flagge auf dem Rathausvorplatz, um ein deutliches Zeichen für Geschlechtergerechtigkeit setzen.

Mittwoch, 10.03.2021, 10:00 Uhr
Franziska Ritter (l.), Vorsitzende der kfd Lüdinghausen, und Barbara Wieschhues, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Lüdinghausen, wollen auf die Ungleichbehandlung von Mann und Frau bei Gehältern hinweisen.
Franziska Ritter (l.), Vorsitzende der kfd Lüdinghausen, und Barbara Wieschhues, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Lüdinghausen, wollen auf die Ungleichbehandlung von Mann und Frau bei Gehältern hinweisen. Foto: Stadt Lüdinghausen

Der heutige 10. März ist der „Equal Pay Day“. „Das Datum markiert symbolisch den Tag, bis zu dem Frauen umsonst arbeiten, während Männer ab dem 1. Januar bezahlt werden – denn noch immer verdienen Frauen in Deutschland im Durchschnitt 19 Prozent weniger als Männer“, heißt es in einer Pressemitteilung von Franziska Ritter, Vorsitzende der kfd Lüdinghausen, und Barbara Wieschhues, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Lüdinghausen.

Die Gründe dafür seien vielseitig. Der Arbeitsmarkt werde immer noch in typische „Frauen- und Männerberufe“ eingeteilt und die Entgelte in Berufen mit einem hohen Frauenanteil seien oft geringer als in traditionellen Männerdomänen.

Höhere Tariflöhne

Um die Lücke des sogenannten „Gender Pay Gap“ zu schließen, gelte es unter anderem, die Berufe in der sozialen Arbeit, Gesundheit und Pflege durch höhere Tariflöhne, bessere Arbeitsbedingungen und bessere berufliche Weiterentwicklungsmöglichkeiten aufzuwerten. Jetzt in der Corona-Pandemie zeige sich die Bedeutsamkeit dieser Berufe noch einmal besonders. Dennoch fänden bisher keine Anpassungen oder Veränderungen statt.

„Leider kann es diesmal aufgrund der Corona-Pandemie keinen Infostand auf dem Wochenmarkt geben“, wird Wieschhues in der Mitteilung zitiert. „Durch das Hissen der Flagge auf dem Rathausvorplatz wollen wir heute dennoch ein deutliches Zeichen für Geschlechtergerechtigkeit setzen.“

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