Gericht hat Zweifel an der Schuld
Freispruch nach tödlicher Feuerwerksexplosion

Enschede/Almelo -

Es sprach einiges gegen den Angeklagten, und die Staatsanwaltschaft zeigte sich von dessen Schuld überzeugt. Doch war er wirklich für die Explosion verantwortlich, die in der Neujahrsnacht einen 54-Jährigen das Leben kostete?

Donnerstag, 01.04.2021, 15:06 Uhr aktualisiert: 01.04.2021, 16:31 Uhr
Die Gerststraat am 1. Januar 2019. Dort hatte die fatale Explosion stattgefunden.
Die Gerststraat am 1. Januar 2019. Dort hatte die fatale Explosion stattgefunden. Foto: Martin Borck

Im Zweifel für den Angeklagten: Das Gericht in Almelo hat einen 33-jährigen Enscheder freigesprochen. Er war angeklagt, weil er für eine fatale Explosion in der Neujahrsnacht 2019 verantwortlich gewesen sein soll. Durch die Wucht der Explosion kam ein 54-Jähriger ums Leben. Die Explosion war durch illegales Feuerwerksmaterial verursacht worden, das auf einem Anhänger des Tatverdächtigen lag.

Im Zweifel für den Angeklagten

Das Gericht sah es nicht als erwiesen an, dass der 33-Jährige das Feuerwerk auf den frei zugänglichen Anhänger deponiert und angezündet hatte. Es gab zwar ihn belastende Zeugenaussagen, doch die hielt das Gericht für nicht vertrauenswürdig.

Der 33-Jährige wurde allerdings zu 17 Tagen Haft verurteilt, weil er am Silvesterabend mitten im Wohnviertel nicht genehmigtes, starkes Feuerwerksmaterial abgebrannt hatte. Auch Kinder wurden dadurch gefährdet.

Weil der Mann 17 Tage in Untersuchungshaft verbracht hatte, konnte er das Gericht als freier Mann verlassen.

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