Kein Zusammenhang mit Öl-Austritt im Amtsvenn:
Gaskavernen-Leitung beschädigt ?

Gronau-Epe -

Die RWE Gasspeicher GmbH inspiziert derzeit eine ihrer 20 Kavernen im Eper Venn. Grund für die Prüfung ist ein Druckaufbau im sogenannten Ringraum zwischen dem inneren und dem äußeren Rohr, das über 1250 Meter in die eigentliche Kaverne führt. Ob dieser Druckaufbau aufgrund einer Beschädigung des Rohrsystems oder des Bohrlochverschlusses entstanden ist, wird jetzt geprüft.

Donnerstag, 22.05.2014, 20:13 Uhr

Die RWE Gasspeicher GmbH überprüft derzeit eine ihrer 20 Kavernen im Eper Venn. Grund für die Inspektion ist ein Druckaufbau im sogenannten Ringraum zwischen dem inneren und dem äußeren Rohr, das über 1250 Meter in die eigentliche Kaverne führt. Ob dieser Druckaufbau aufgrund einer Beschädigung des Rohrsystems oder des Bohrlochverschlusses entstanden ist, wird jetzt geprüft. Auf Nachfrage machte RWE-Sprecher Jonas Knoop deutlich, dass es „definitiv“ keinen Zusammenhang zwischen den Vorgängen rund um die Öl-Kavernen der SGW und den Arbeiten an der RWE-Gaskaverne gebe.

Im Zuge der bereits angelaufen Inspektion wird, so die RWE weiter, ein Untertagesicherheitsventil ausgebaut und instand gesetzt. Die Arbeiten liefen unter Beachtung strenger Sicherheitsvorkehrungen.

Mittels einer rund zwölf Meter hohen Hochdruckschleuse unternimmt die RWE Gasspeicher aktuell Vermessungsarbeiten an der Kavernenverrohrung. Die Schleuse wird dabei von einem Kran gehalten und erlaubt die Einfahrt in die Kaverne mit entsprechenden Messgeräten. Auf Basis der Ergebnisse lässt sich der Zustand der Leitungen beurteilen. Die Überprüfungsarbeiten sollen im Laufe der nächsten Woche abgeschlossen sein.

Wie Andreas Nörthen, Pressesprecher der Abteilung Bergbau und Energie der Bezirksregierung Arnsberg, auf Anfrage mitteilte, weiß das Bergamt um die laufende Überprüfung: „Unsere technischen Aufsichtsbeamten waren am Montag vor Ort und haben die Arbeitspläne für die Überprüfung eingesehen.“ Die Meldung, die an der RWE-Kaverne ausgelöst wurde, sei, so Nörthen, „ein Routineereignis, das im Regelfall eine Inspektion und Reparatur nach sich zieht. Das ist kein meldepflichtiges Ereignis und auch kein Störfall. Das Sicherheitssystem hat ja gegriffen.“ Einen Gasaustritt an der Erdoberfläche habe es nicht gegeben, so Nörthen weiter. Weil aber die Routinearbeiten zu sichtbaren Aktivitäten auf dem Kavernenplatz führen und um Beunruhigungen in der Bevölkerung entgegenzutreten, hätten RWE Gasspeicher und Bezirksregierung den Vorgang vorsorglich bekannt gemacht.

Einen Zusammenhang mit den Vorgängen an der SGW-Öl-Kaverne sei „mit ganz großer Sicherheit auszuschließen“, betont auch Nörthen. Zum einen sei die fragliche Kaverne rund zwei Kilometer von den SGW-Anlagen entfernt, zudem gebe es zwischen den Anlagen keine Verbindung. Und, so Nörthen weiter: Die Technologie der Gas-Kavernen sei eine andere als die der Öl-Kavernen (siehe „Zum Thema“).

RWE Gasspeicher betreibt in Epe aktuell 20 Gaskavernen mit einem nutzbaren Speichervolumen von rund 930 Millionen Kubikmetern Gas. „Diese Menge wäre ausreichend, um rund 500 000 Haushalte ein Jahr lang mit Erdgas zu versorgen“, heißt es dazu in einer RWE-Mitteilung. Und weiter: „Die Speicherung von Erdgas in Kavernen stellt seit vielen Jahrzehnten eine bewährte Methode dar, Energie vorzuhalten. Der Einsatz von Erdgasspeichern ist ein wichtiger Baustein zur Belieferung der Gasverbraucher insbesondere bei kalter Witterung und damit zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit.“

Die RWE Gasspeicher GmbH mit Sitz in Dortmund, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der RWE Deutschland AG, betreibt und vermarktet Erdgasspeicher.

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