„Nacht der Nächte“
Mit einem Lächeln im Gesicht

Gronau -

Hey, da war sie wieder: die fast mediterrane Stimmung, die die „Nacht der Nächte“ beim Jazzfest zu etwas Besonderem macht. Die „Bourbon“-Street im Herzen der Stadt wurde zum Boulevard der Erinnerungen. Man traf Freunde, Verwandte und Bekannte, ließ sich von Musik unterschiedlicher Genres beschallen, trank das ein oder andere Bier und ließ es sich einfach gut gehen. Das Jazzfest zauberte den meisten Besuchern ein Lächeln ins Gesicht.

Sonntag, 05.05.2013, 17:30 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 05.05.2013, 17:30 Uhr

Dazu gab es auch allen Grund: Angenehme Temperaturen boten ideale Voraussetzungen dafür, dass sich die Besucher auch unter freiem Himmel gerne aufhielten, wenn es in den Kneipen und Gaststätten zu voll wurde. Und das war in etlichen der Fall. Im Saal bei Determann lauschten die Besucher traditionellem Jazz der Bourbon Street Stompers. Im Gang zum Hof gab es immer wieder Staus: Viele wollten dort nämlich dem Spiel der Busquitos zuhören. Doch das Gedränge wurde mit schicksalsergebener Fröhlichkeit in Kauf genommen. Wat mott , dat mott.

Der Boogie-Woogie des Horst-Begemeier-Duos im Cap & Cino zog die Zuhörer ebenfalls an. Sogar von draußen drückten sie sich die Nasen an den Fensterscheiben platt.

Mit Beatbox und akzentuierten Rhythmen ging es im ArtRock rund, wo „Mississippi Big Beat“ für Stimmung sorgte. Schön voll war’s auch im „Gin & Juice“, wo der Tinez Roots Club mit satten Saxofon-Tönen aufspielte. Einen schweißtreibenden Auftritt hatten „Les yeux de la tete“ – im Enchilada tobte der Bär. Etwas mehr Beinfreiheit gab es im Rolinck-Bräu, wo es Mojo WorKings erdigen Blues darboten. In der Concordia kamen die Besucher der Aufforderung nach, die die Band in ihrem Namen trägt: „Let’s jump!“ Die Band spielte Jive, der in die Beine ging.

Das Angebot war zu groß, als dass man alle Bands hätte erleben können. Auf den Bühne am Heuss-Platz legten zudem die Soul Snatchers eine grandiose Soul-Show hin; später legte die Bluesberry Band noch einen drauf. Auch am Mühlenplatz wurde geswingt, und zwar mit Bun Jon & The Big Jive.

Auf der Straße stolperten die Gäste unweigerlich über die grandiosen Brassbands Dej sen Litro und Beat’n Blow, die mit ihrer unkonventionellen Art zu spielen faszinierten.

Das Angebot war wieder mal zu groß, als dass man alles hätte mitnehmen können. Doch für jeden Jazz-Geschmack war etwas dabei.

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