Nachfrage steigt in Billerbeck und sinkt in Nottuln / Ergebnisse des fünften LEG-Wohnungsmarktreports
Mieten im Kreis Coesfeld ziehen an

Kreis Coesfeld. Im Kreis Coesfeld verlangten die Vermieter zwischen April 2013 und März 2014 bei Neuvermietungen eine Kaltmiete von durchschnittlich 5,63 Euro pro Quadratmeter und Monat. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres entspricht das einem Anstieg um 1,3 %. Die Preisunterschiede zwischen hochwertigen und günstigeren Wohnungen nähern sich an: Mieter mit hohen Ansprüchen an Lage und Ausstattung konnten bei einer Neuanmietung eine um 1,4 % niedrigere Kaltmiete von 7,89 Euro einplanen. Der Durchschnittspreis für Wohnungen der niedrigen Preiskategorie stieg dagegen um 0,9 % auf 4,33 Euro. Zum Vergleich: Die Durchschnittsmiete über alle Lage- und Qualitätsklassen in NRW lag bei 6,15 Euro. 11,43 Euro pro Quadratmeter und Monat wurden für hochwertige Wohnungen verlangt, 4,30 Euro waren es für einfache. Das ergab der LEG-Wohnungsmarktreport NRW 2014. Im Kreis Coesfeld wurden dafür insgesamt 1810 Mietangebote erfasst und ausgewertet.

Freitag, 22.08.2014, 17:02 Uhr

Im Rückblick auf die Entwicklung seit 2009 haben sich die Mieten von 5,20 Euro pro Quadratmeter und Monat um 0,43 Euro auf 5,63 Euro erhöht. Die Wohnkosten stiegen entsprechend zuletzt auf 471 Euro Kaltmiete pro Monat. 2009 waren es noch 60 Euro weniger. Die warmen Wohnkosten stiegen im selben Zeitraum um 84 Euro auf 732 Euro, unter anderem auch bedingt durch die Zunahme der Flächen der angebotenen Wohnungen um durchschnittlich 4,6 Quadratmeter auf 83,6 Quadratmeter. Die Kaufkraft legte zwar seit 2009 um 150 Euro auf 4022 Euro im Monat pro Haushalt ebenfalls zu, konnte aber den Anstieg der Mieten und der Wohnungsgrößen nicht kompensieren: Mit 11,7 % der monatlichen Wirtschaftskraft für die kalten Wohnkosten und 18,2 % für die warmen Wohnkosten stieg die Wohnkostenbelastung gegenüber 2009 um 1,1 beziehungsweise 1,5 Prozentpunkte. In einigen ländlich geprägten Nachbarkreisen wie Borken (18,9 %) und Steinfurt (18,3 %) bewegte sich der prozentuale Wohnkostenanteil 2013 auf vergleichbarem Niveau. Der Durchschnittswert für gesamt NRW liegt bei 18,7 %.

Innerhalb des Kreises fallen die Stadt Billerbeck und die Gemeinde Nottuln auf. Billerbeck verzeichnete mit einem Anstieg der Mietangebotspreise gegenüber dem Vorjahr um 11,7 % auf 5,71 Euro pro Quadratmeter und Monat nicht nur kreisweit, sondern auch landesweit einen der höchsten Anstiege. Die gegenteilige Entwicklung gab es in Nottuln: Dort sank der durchschnittliche Preis für Mietangebote vergleichsweise stark um 6,4 % auf 5,57 Euro.

Für den Kreis Coesfeld wird vom Statistischen Landesamt ein Einwohnerrückgang von 2011 bis 2025 um 2,5 % vorhergesagt. Die für den Wohnungsmarkt ausschlaggebendere Zahl der Haushalte wird jedoch laut Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung bis 2025 um acht Prozent ansteigen. |  www.leg-nrw.de/wohnungsmarktreport

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