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Mobbing auf der Bühne

Donnerstag, 13.03.2008, 14:55 Uhr

Billerbeck. Das Landestheater Burghofbühne Dinslaken führt am Freitag (4. 4.) „Luuser“, ein Stück zum Thema Mobbing, in der Aula der Realschule auf. Die Schauspieler führen ihr Publikum auf einen Friedhof, an ein frisches Grab. Es ist das Grab des 15-jährigen Dennis. Dennis hat Selbstmord begangen. Zwei Jugendliche tauchen am Grab auf. Sie feiern, essen Pizza, setzen die Demütigungen fort, mit denen sie Dennis das Leben unerträglich gemacht haben. Bei ihrer kleinen Feier werden die beiden Mobber von einem Mädchen gestört. Sie stellt Fragen, unangenehme Fragen. Fragen über Dennis. Es entwickelt sich ein heftiger Schlagabtausch zwischen den Dreien. Autor Stefan Ey, Leiter des Kinder- und Jugendtheaters der Burghofbühne, widmet sich einem hochaktuellen Thema. Nach jüngsten Untersuchungen wird an deutschen Schulen mindestens jedes zehnte Kind – das sind etwa eine Millionen Schüler – ernsthaft gemobbt. Noch größer ist die Zahl derer, die andere schikanieren.

Die Burghofbühne in Dinslaken ist das kleinste der vier Landestheater in Nordrhein-Westfalen. 1951 gegründet als „Theater für Bergmannskultur“, ist es in über 128 Städten und Gemeinden in NRW und darüber hinaus aktiv. Die Burghofbühne engagiert sich sehr stark auf dem Gebiet des Kinder- und Jugendtheaters. 45 Prozent all Vorstellungen gehen auf dieses Konto. Die Aufführung in Billerbeck findet im Rahmen des städtischen Kulturprogramms statt und wird speziell für die Neunt- und Zehntklässler der beiden weiterführenden Schulen angeboten. Beginn ist um 10 Uhr.

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