Gescher
„Es geht mir immer um die Musik“

Freitag, 28.03.2008, 17:00 Uhr

Gescher. Ohne Musik kann er nicht. „Es geht mir immer um die Musik“, sagt Gregor Keller. Sogar seine Notizen hat der Vollblutmusiker aus Coesfeld auf einem Notenblatt festgehalten. Und um Musik, um Kirchenmusik, geht es auch in Gescher. Denn Gregor Keller ist einer der Musiker, die derzeit den erkrankten Organisten Koos Tiggeler vertreten.

Gern komme er in die Glockenstadt, sagt der Leiter der Seneca-Band in Coesfeld. „Ich spiele schon seit längerem immer mal wieder in Gescher“, fährt er fort. Der heiße Draht bestehe über Haus Hall. Dort gestalte er vor allem zu Weihnachten das gemeinsame Singen, bringe dazu auch eine Bläsergruppe mit.

Seit 60 Jahren sitze er an der Orgel, lacht der 77-Jährige. 50 Jahre lang war er als Chorleiter gefragt. In Laer, in Jakobi und Laurentius Coesfeld und auch in Osterwick. „Ich hatte nichts dagegen, dass ich immer Aufgaben hatte“, sagt Keller schmunzelnd. 40 Jahre lang hat er Musikschulunterricht an der Realschule erteilt.

1995 musste er dann kürzer treten und widmete sich seither der Seniorenarbeit. So kam es vor drei Jahren zur Gründung des Instrumental- und Singekreises „Seneca“, den er am Klavier begleitet.

In Gescher spielt er an allen drei Orgeln: In Pankratius, St. Marien und in Tungerloh. Jedes Instrument habe seinen eigenen Reiz, sagt er. In Pankratius stehe die Orgel „mit der Hauptqualität“, das Instrument habe der amtierende Organist selbst entworfen, sagt Keller bewundernd.

Die Orgel in Marien sei einfacher gebaut. „Da kann man sich selbst etwas einfallen lassen beim Spiel.“

Und in Tungerloh biete das Instrument „eine besondere Herausforderung.“ Keller mag seinen Dienst in Gescher. Gern kommt er zur Vertretung so wie am heutigen Samstag um 9.15 Uhr in St. Marien und um 18 Uhr in den Vorabendgottesdienst in Pankratius.

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