Friedrich Ostendorff aus dem Kreis Unna soll zur Bundestagswahl im Wahlkreis Coesfeld/Steinfurt II antreten
Grüne schicken Öko-Bauer ins Rennen

Kreis Coesfeld. Nach der SPD wollen nun auch die Grünen im Kreis Coesfeld zur Bundestagswahl im nächsten Jahr einen auswärtigen Kandidaten im Wahlkreis Coesfeld/Steinfurt II ins Rennen schicken. „Wir sind glücklich, den Bundestagsabgeordneten Friedrich Ostendorff gewonnen zu haben und unseren Mitgliedern als Direktkandidaten vorschlagen zu können“, berichtete Richard Dammann (Nottuln), Vorstandssprecher von Bündnis 90 / Die Grünen im Kreis Coesfeld. Die Kreisvorstände Coesfeld und Steinfurt hatten den Öko-Bauern, der im Nachbarkreis Unna einen Hof bewirtschaftet, bereits bei den Ortsverbänden ins Gespräch gebracht und nach weiteren Kandidaten gefragt. „Bis jetzt hat sich da keiner gemeldet“, so Dammann. Die Wahlkreisversammlung soll am 4. Oktober in Billerbeck stattfinden. „Natürlich können da auch noch weitere Kandidaten antreten.“

Mittwoch, 22.08.2012, 19:07 Uhr

Dammann sieht gleich mehrere Vorteile bei einer Aufstellung von Ostendorff: „Als aktueller Bundestagsabgeordneter besitzt er viel politische Erfahrung und schärft mit viel Engagement das grüne Profil im Bereich Landwirtschaft und Tierschutz.“ Seit Jahren bearbeite er Probleme der industriellen Landwirtschaft und Tierhaltung. „Damit ist er auch bei uns im Münsterland viel unterwegs – viel mehr noch als in seinem Heimat-Wahlkreis Unna.“ Deshalb, so Dammann, liege es nahe, dass er auch im Münsterland kandidiert – und nicht im Ruhrgebiet. „Er ist der richtige Kandidat für unsere Region.“

Mit Ostendorff wollen die hiesigen Grünen auch schon programmatische Akzente für den Bundestagswahlkampf setzen – gegen industrielle Massentierhaltung und den zunehmenden Wildwuchs an Hähnchen-Mastanlagen. Mit seinem Wahlspruch „Bleibt auf dem Lande und wehret Euch täglich!“ spreche Ostendorff den Münsterland-Grünen aus dem Herzen.

„Außerdem haben wir mit Friedrich Ostendorff die Chance, jemanden in Berlin zu haben“, erläuterte Dammann. Bisher hatte noch nie ein grüner Kandidat aus dem Kreis Coesfeld den Sprung in den Bundestag geschafft – weder direkt, noch über die Liste. Die Aussichten, dass Ostendorff wieder einen vorderen Platz auf der Landesliste zur Bundestagswahl erhält, sind nicht schlecht. Als Fachmann für Landwirtschaft hat er bei den Grünen mittlerweile bundesweit einen „Promi-Status“. Im Falle eines Sieges von Rot-Grün und Regierungswechsels gilt er sogar als ministrabel für das Landwirtschafts- und Verbraucherschutz-Ressort.

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