Quote an den Grundschulen sinkt mit 10,7 Prozent auf Rekordtief / Selbst an Gymnasien unter 50 %
Neue Männer braucht die Schule

Kreis Coesfeld. Sängerin Ina Deter fände hier geeigneten Stoff für eine Neuauflage ihres Neue-Deutsche-Welle Hits „Neue Männer braucht das Land“. Regelrechter Männer-Mangel herrscht an den allgemeinbildenden Schulen im Kreis Coesfeld. Nach einer neuen Erhebung des statistischen Landesamtes (IT.NRW) vertritt an einigen Grundschulen im Kreisgebiet fast nur noch der Hausmeister das männliche Geschlecht. Bei den Lehrern: Fehlanzeige. An den Grundschulen ist nur noch jeder zehnte Lehrer ein Mann. 578 Herren der Schöpfung (10,7 Prozent) wurden im Schuljahr 2011/12 gezählt – ein neues Rekordtief. Vor sechs Jahren waren es immerhin noch rund 40 mehr. Der Männer-Anteil der Lehrpersonen lag bei 11,2 Prozent.

Freitag, 02.11.2012, 18:16 Uhr

An allen allgemeinbildenden Schulen im Kreis unterrichteten 2011/12 2155 Männer. Das sind zwar 82 mehr als 2005/06 – der Anteil des männlichen Geschlechts ist aber von 31,9 auf 29,7 Prozent gesunken. Und damit liegt der Kreis Coesfeld knapp unter dem Landesdurchschnitt von 30,4 Prozent.

Neben den Grundschulen gibt es mit 27,6 Prozent die wenigsten Männer im Kreis Coesfeld an Hauptschulen. An Gymnasien ist ihr Anteil mit 46,9 Prozent noch am höchsten. Vor sechs Jahren waren es aber noch 54,4 Prozent. An den Gymnasien als bislang letzte Domäne der Männer haben also jetzt auch die Frauen die Mehrheit erobert.

Vor Ort sind die Quoten sehr unterschiedlich. Mit 38,7 Prozent haben die Schulen in Olfen die meisten männlichen Lehrkräfte, gefolgt von Coesfeld mit 35,7 Prozent (was an den Gymnasien liegt, wo die Männer mit 50,3 Prozent noch über eine ganz knappe Mehrheit verfügen). Schlusslicht ist Ascheberg mit einem Männer-Anteil von mageren 20,0 Prozent.

| www.it.nrw.de

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