Bernd Heuermann übernimmt Staffelstab von Wolfgang Rungenhagen / Dank an ausscheidende Mitglieder
Wechsel mit versöhnlicher Geste

Coesfeld. Nein, kein Wort über ihre langjährigen Auseinandersetzungen verloren die Protagonisten bei der Delegiertenversammlung des Kreissportbundes mehr. Und am Ende gab es sogar eine versöhnliche Geste des neuen einstimmig gewählten Vorsitzenden Bernd Heuermann und seines Stellvertreters Klaus Becker (Coesfeld). Sie überreichten dem scheidenden Vorsitzenden Wolfgang Rungenhagen, der nach zwölf Jahren wegen der Querelen nicht erneut angetreten war, einen Präsentkorb. „Wir möchten Dir herzlich danken für die Arbeit“, betonte Becker. Viel Lob – und ebenfalls Geschenke – erhielten Manfred Willeke (Senden) und Jörg Berding (Coesfeld), die auch nicht wieder kandidierten, für ihr langjähriges Engagement im Vorstand.

Mittwoch, 08.05.2013, 18:28 Uhr

Rungenhagen hatte zuvor eine positive Bilanz seiner Amtszeit gezogen: „Als wir antraten, hat es den Kreissportbund nur auf dem Papier gegeben.“ Mittlerweile habe man eine eigene Geschäftsstelle, die jeden Tag besetzt sei. Trotz der Einstellung von hauptamtlichem Personal seien die Finanzen gesund. Als „enormen Imagegewinn“ bezeichnete er den „Sportmedienpreis“: „Ich hoffe, dass der Kreissportbund weiterhin dort mitarbeitet.“ Der Kreissportbund, so Rungenhagen, mache jetzt auch beim „Bündnis für den Sport“ auf Regierungsbezirksebene mit. Durch Nachverhandlungen mit der Bezirksregierung sei es gelungen, zusätzliche Belastungen für die Vereine im Kreis Coesfeld abzuwenden. Zum Abschluss eines „Pakts für den Sport“ mit dem Kreis Coesfeld ist es in seiner Ära nicht mehr gekommen. Das Papier muss noch durch den Kreistag. Rungenhagen dankte den Delegierten der Vereine „für die zwölf Jahre, die sie mir ihr Vertrauen geschenkt haben“.

„Alle Vereine müssen sich mit dem Ganztag beschäftigen“, warnte Heuermann im Bericht für die Sportjugend davor, dieses Thema zu verschlafen. Die Sportjugend hat dafür zum 1. Oktober 2012 die Koordination übernommen. Eine pädagogische Fachkraft und eine Bürokraft seien eingestellt worden. Auf das Lehrgangs- und Sportabzeichenwesen hielt Becker Rückschau. Er erinnerte an den Erfolg, zum sechsten Mal in Folge Landessieger geworden zu sein.

Äußerst harmonisch ging es unter der Versammlungsleitung des Rechtsanwalts Golo Busch, der auch den Landessportbund berät, weiter. Die 42 Delegierten aus 17 Vereinen entlasteten den alten Vorstand, verabschiedeten eine neue Satzung. Sämtliche Vorstandsmitglieder, die noch nach der alten Satzung gewählt werden mussten, erhielten einstimmige Voten. Der Altersdurchschnitt ist nach den Wahlen deutlich gesunken.

Die Geschäftsführerposition im Vorstand blieb unbesetzt. Sie soll demnächst in hauptamtliche Hände übergehen. Auch die Funktion eines dritten stellvertretenden Vorsitzenden konnte mangels eines Bewerbers nicht besetzt werden.

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