Kreis Coesfeld
„Zurück zur Willkommenskultur“

Kreis Coesfeld. Mit großer Sorge beobachtet der Vorstand des Kreiskomitees der Katholiken als Vertreter für Pfarreien und Verbände im Kreisdekanat Coesfeld eine Entwicklung in der Regierung und in den Parteien, in der Flüchtlingsthematik über Abgrenzung, Rückführung und verschärfte Anforderungen bei den Aufnahmeregelungen nachzudenken. „Hier drängt sich der Eindruck auf, als würde mehr und mehr unter Wahlkampfgesichtspunkten das Schicksal der in Europa Zuflucht suchenden Menschen betrachtet“, heißt es in der Mitteilung. Der Vorstand sehe die Gefahr, dass sich die „Willkommenskultur“ in eine „Ablehnungs-Unkultur“ wandeln könnte. Zunehmend werde der Eindruck erweckt, als wären die Flüchtlinge eher eine Bedrohung als „eine urchristliche Aufgabe zur selbstlosen Hilfe“. Der Vorstand plädiert mit Nachdruck für eine Rückbesinnung auf die ursprünglich von der Kanzlerin initiierte Willkommenskultur und stellt sich vorbehaltlos hinter die von Papst Franziskus eingeforderte Haltung der Barmherzigkeit. Willkommenskultur heiße nicht nur Fremde zu dulden, sondern die in Not Geratenen tatkräftig zu unterstützen.

Donnerstag, 28.04.2016, 19:24 Uhr

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