Gestattungsvertrag abgeschlossen / Sicherung und Einzäunung einzelner Bereiche / Ausdehnung des Projekts
Kreativgärten duften weiterhin

Kreis Coesfeld. Es blüht, wächst und duftet weiterhin an den Straßenrändern in der Sackgasse mitten in Nottuln-Darup. Das Projekt Kreativgärten, das eine Daruper Initiative schon vor Jahren installiert hat, läuft weiter. Die Gemeinde Nottuln hat mit der Initiative nun einen Gestattungsvertrag geschlossen, so wie es auch politisch gefordert war, erklärt Fachbereichsleiter Stefan Pollender auf Nachfrage. „Wichtig für uns war, die Sicherungspflicht und die haftungsrechtliche Frage zu klären“, sagt er. Denn bei der Nutzung der grünen Randstreifen in der Sackgasse und ihrer Gestaltung zu kreativen Gärten habe es sich bislang um eine unzulässige Sondernutzung mit Duldung der Gemeinde Nottuln gehandelt. Ihr gehören die Grundstücke entlang der Straße – sie sind öffentlicher Raum.

Montag, 15.08.2016, 17:49 Uhr

Gestattungsvertrag abgeschlossen / Sicherung und Einzäunung einzelner Bereiche / Ausdehnung des Projekts : Kreativgärten duften weiterhin
Die Kreativgärten in Darup haben auch überregional Interesse bekommen. Kleines Bild: Martha Wieskus von der Initiative mitten im Blütenmeer. Fotos: privat Foto: az

Sowohl eine strenge Sicherungs- als auch eine Kontrollpflicht seien mit der Initiative vereinbart worden, so Pollender.

Die Initiative sei verantwortlich, den Bereich der Gärten zu sichern und dies auch nachzuweisen und regelmäßig zu kontrollieren. Die Gemeinde werde dies überprüfen. Im Falle eines Falles – sollte dennoch trotz aller Vorsichts- und Sicherungsmaßnahmen zum Beispiel ein Unfall passieren – wäre die Gemeinde raus: es wurde eine Haftungsfreistellung vereinbart.

Martha Wieskus von der Kreativgärten-Initiative ist froh: „Für uns ist das Formalien-Theater vom Tisch“, sagt die Natur- und Erlebnispädagogin. „Hier geht es weiter.“

Zwischenzeitlich war die Sorge, wie berichtet, groß, dass das mittlerweile weit über Darup hinaus strahlende Projekt scheitern könnte. „Wir haben ein besonderes ökologisches Projekt im öffentlichen Raum geschaffen, das es woanders nicht in dieser Form gibt“, sagt Wieskus.

Ein Vorzeige-Projekt, für das aber nicht alle im Dorf immer Verständnis haben, zumal auch ein Stück Kunst hineinfließt. So war irgendwann die Frage aufgekommen, wie weit es dort gehen darf.

Was sich mit dem Gestattungsvertrag ändert? Wiskus: „Wir werden Bereiche, in denen es tatsächlich Gefahrenpotenziale geben könnte, besonders sichern.“ Einige Bereiche sollen mit einer Einzäunung versehen werden. „Diese können nur betreten werden, wenn einer von uns dabei ist.“ Das sei aber soweit kein Problem, „zumal ja von uns sowieso fast immer jemand vor Ort ist“. Auch habe die Initiative eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen.

Vergrößert werden sollen die Gärten nicht weiter. Aber: Das Natur-Projekt an sich soll nach Vorstellung der Daruperin weiter greifen. Wieskus hat die Idee, an das Projekt mit weiteren Aktivitäten anzuknüpfen. Sie stellt sich vor, dass unter der Überschrift „Klimagipfel von Darup“ konkret Maßnahmen umgesetzt werden, die beim UN-Klimaschutz-Treffen in Paris 2015 beschlossen wurden. „Wir haben bereits ein hervorragendes Anschauungsobjekt. Interessenten haben die Möglichkeit, Natur und ökologische Systeme in Darup kennen zu lernen und sich anzusehen“, sagt sie. „Darauf können wir wunderbar aufbauen.“ Sie sei bereits mit Initiativen und möglichen Partnern im Gespräch. „Ich stelle mir zum Beispiel vor, dass wir die Randstreifen, die von Bauern mit beackert werden, aber eigentlich öffentlich sind, zurückholen und renaturieren.“ Oder: naturnahe Hecken in Darup zu pflanzen, die als Lebensraum für Kleintiere und Vögel dienen.

7 Kontakt: Martha Wieskus, Tel: 02502 / 9542

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