Projekt des Deutschen Kinderhilfswerks: Team aus dem Kreis Coesfeld von bundesweiter Jury ausgewählt
„Kinder haben was zu sagen“

Kreis Coesfeld. Aufdecken, was ungerecht ist oder schief läuft und sich Gehör verschaffen – das ist das Ziel von Marek, Katharina, Tom und den beiden Gretas. Die fünf haben gemeinsam mit der Medientrainerin Daniela Eschkotte und auf Initiative des Kreisjugendamtes Coesfeld ein kreatives Bewerbungsvideo gedreht und eingereicht – und sind jetzt offiziell Kinderreporter für das Deutsche Kinderhilfswerk. Die Jury des Deutschen Kinderhilfswerkes hat anhand der kreativsten Videos sieben Gruppen als Kinderreporter-Teams für das Projekt „Kinder haben was zu sagen“ ausgewählt. „Durch die Wahl der Jury bekommen die Kinderreporter aus dem Kreis Coesfeld die Möglichkeit, ihre Themen öffentlich zu machen. Nach vielen Umfragen gibt es im Herbst eine große Pressekonferenz, und es wird geschaut, was sich durch das Engagement der Kinderreporter tatsächlich verändert hat“, erläutert Marion Grams vom Kreisjugendamt den Ablauf.

Donnerstag, 25.08.2016, 18:03 Uhr

Projekt des Deutschen Kinderhilfswerks: Team aus dem Kreis Coesfeld von bundesweiter Jury ausgewählt : „Kinder haben was zu sagen“
Gehör verschaffen wollen sich (v. l.) Tom Gernemann, Marek Walde, Medientrainerin Daniela Eschkotte, Katharina Zech, Greta Klein und Greta Sczepanek. Foto: az

Als besonderes Highlight werden die Kinderreporter zum Weltkindertagsfest am 18. September 2016 für ein Wochenende nach Berlin eingeladen. Dort können sie in verschiedenen Workshops, wie etwa zur Interview- und Tontechnik, ihr Reporterwissen vertiefen. Auch ein Besuch im Filmpark Babelsberg steht auf dem Programm.

„Die Fahrt nach Berlin war natürlich ein großer Anreiz hier mitzumachen“, beschreibt Marek Walde seine Motivation zur Teilnahme an der Aktion. Alle Kinder sind sich aber einig, dass sie die einmalige Chance bekommen, sich in Politik und Gesellschaft mit ihren Themen Gehör zu verschaffen und den Blick für die Sicht von Kindern zu öffnen.

Im Bewerbungsworkshop haben sich die angehenden Kinderreporter nach konstruktiver Diskussion auf das Thema Sicherheit geeinigt. „Dieses Thema betrifft uns alle, weil sich jeder schon einmal im Bus oder im Park unsicher gefühlt hat. Mit diesem Thema konnten wir bei dem Wettbewerb hervorstechen“, erklärt Katharina Zech, die durch den Kulturrucksack bereits erste Erfahrungen als KURUX-Radioreporterin sammeln konnte. Was man insgesamt tun kann, um sich in seiner Stadt und seinem Land sicher zu fühlen, wollen die Kinder herausfinden.

„Kinder und Jugendliche haben was zu sagen, wir müssen ihnen nur zuhören. Bei diesem Projekt engagieren sich Kinder und Jugendliche für ein Thema, das ihnen unter den Nägeln brennt und bei dem sie in ihrem Wohnumfeld Veränderungen erreichen wollen. Wir als Kinderrechtsorganisation werden sie dabei unterstützen, sich hierzu Gehör zu verschaffen“, sagt Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes. Im November werden die Umfrageergebnisse dann vorgestellt und mit Politikern sowie Entscheidungsträgern aus der Verwaltung diskutiert.

Neben den fünf Kindern und Jugendlichen aus Coesfeld sind noch Kinderreporter aus Berlin, Bremen, Leipzig, Ludwigshafen, Magdeburg und Salzgitter bei diesem Projekt mit dabei. Die Bewerbungsvideos sind im Internet zu sehen: | www.juki.de/kinderreporter

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