Startschuss gefallen: Kreis baut für Elektroautos flächendeckend einheitliche Lade-Infrastruktur auf
Eine Karte für alle Stromsäulen

Kries Coesfeld. Stecker anschließen, Karte vors Gerät halten und zack, geht es auch schon los: Das schicke Elektroauto bekommt vorm Kreishaus in Coesfeld Saft.

Dienstag, 30.08.2016, 17:41 Uhr

Startschuss gefallen: Kreis baut für Elektroautos flächendeckend einheitliche Lade-Infrastruktur auf : Eine Karte für alle Stromsäulen
Flächendeckend einheitliches Ladesystem für Elektroautos: Auf dem Parkplatz beim Kreishaus in Coesfeld fiel der Startschuss für „eCOEmobil“ mit (v.l.) Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr, Kreisdirektor Joachim L. Gilbeau, Sarah Rensner von der GFC und Stefan Bölte, Geschäftsführer GFC. Foto: Viola ter Horst

Nicht nur dort: Denn schon bald sollen Elektroautofahrer in fast allen Orten im Kreis Coesfeld Strom für ihr Auto beziehen können – und überall nach dem gleichen System. „Wir sind bundesweit der erste Kreis, der eine öffentliche und flächendeckend einheitliche Lade-Infrastruktur für Elektroautos aufbaut“, freute sich Stefan Bölte, Geschäftsführer der Gesellschaft des Kreises Coesfeld zur Förderung regenerativer Energien (GFC), gestern beim Startschuss. Mit der ersten Ladesäule für Elektroautos auf dem Besucherparkplatz des Kreishauses in Coesfeld ging das Projekt „eCOEmobil“ an den Start. Es ist zugleich eines der Leuchtturmprojekte des Klimaschutzkonzeptes des Kreises Coesfeld. „Wir wollen alternative Fortbewegungsmöglichkeiten aufzeigen und Anreize schaffen, dass diese genutzt werden“, betonte Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr.

Ohne gute Infrastruktur sei es schwierig, dass Elektroautos Akzeptanz finden, sagte Bölte. Deswegen wolle die GFC den Schritt nach vorne machen und für ein gut ausgebautes Lade-System sorgen.

Zwar gebe es ja Ladestationen, erläuterte Sarah Rensner von der GFC. „Aber die funktionieren häufig alle unterschiedlich.“ So werden oft verschiedene Ladekarten für die Säulen benötigt. Das sei kompliziert und halte Autofahrer dann eher davon ab, Elektrotechnik zu nutzen. Für die „eCOEmobil“-Ladesäulen wird lediglich eine Karte der Firma „The New Motion“ gebraucht, über die abgerechnet wird. Die Karte kann über deren Homepage bezogen werden und man kann sie laut GFC an vielen weiteren Ladesäulen benutzen.

Bis zum Jahresende sollen 14 weitere Ladesäulen in Ortszentren, Innenstädten und Bahnhöfen installiert werden. Parallel dazu plant die GFC, die „eCOEmobil“-Ladesäulen mit denen der Stadtwerke Münster in Münster zu vernetzen. „Die Zusammenarbeit mit den Stadtwerken und den Städten und Gemeinden ist beispielhaft“, so Kreisdirektor Joachim L. Gilbeau.

Die Finanzierung übernehmen die GFC und der Kreis Coesfeld, zudem wurden die Stadtwerke Coesfeld und Münster und die Gelsenwasser AG als Partner gewonnen. | www.thenewmotion.com/de

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