Kreis Coesfeld
14-Jähriger kommt im Martini-Stift ums Leben

NOTTULN (ds). Die Einrichtung spricht von einem „tragischen Unfall“, die Polizei ermittelt routinemäßig wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung: Ein 14-Jähriger, der im Alexianer Martini-Stift in Appelhülsen betreut wird, ist dort am Freitag vergangener Woche ums Leben gekommen. Nach Darstellung der Jugendhilfe-Einrichtung war ein 17-jähriger Auszubildender auf dem Privat-Gelände mit einem Radlader ins Schleudern geraten und damit auf den Jugendlichen gestürzt. Der Junge verstarb trotz intensiver Rettungsmaßnahmen noch an der Unfallstelle. „Wir sind alle geschockt und unfassbar traurig“, wird Heinrich Bolle, Pädagogischer Geschäftsführer, in einer Pressemitteilung des Martinistiftes zitiert. Er berichtet, dass Seelsorger und ärztliche Mitarbeiter der Alexianer unmittelbar vor Ort gewesen seien, um die Jugendlichen, Angehörigen und Mitarbeiter zu betreuen. „Unsere Gedanken sind bei der Familie des Verunglückten, wir alle trauern mit“, so Bolle. „Wir gehen von einem Unglücksfall aus. Ob den Fahrer des Radladers eine Schuld trifft, wird derzeit geprüft“, erläuterte Polizei-Sprecher Ralf Storcks auf Nachfrage unserer Zeitung die eingeleiteten kriminalpolizeilichen Untersuchungen. Gegen Dritte, sprich: Mitarbeiter des Martini-Stifts, werde in der Sache nicht ermittelt, stellte er klar.

Dienstag, 29.11.2016, 20:57 Uhr

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