Ausschuss stimmt für 3,3 Millionen-Euro-Projekt an der Coesfelder Promenade / Sicherheitsvorkehrungen
Fünftes Kreishaus als Neubau

Kreis Coesfeld. Nur die Grünen wollten da nicht mitmachen. Ansonsten gab es durch die Bank Zustimmung im Kreisausschuss für den Neubau eines weiteren, nunmehr fünften Kreishauses. Dieses soll auf einem bisherigen Mitarbeiterparkplatz in der Promenade am Südwall in Coesfeld entstehen. 3,3 Millionen Euro sind dafür veranschlagt.

Freitag, 24.03.2017, 11:14 Uhr

Ausschuss stimmt für 3,3 Millionen-Euro-Projekt an der Coesfelder Promenade / Sicherheitsvorkehrungen : Fünftes Kreishaus als Neubau
Der Haupteingang (l.) und die Ansicht von der Promenade aus (r.): Entwürfe für das neue Kreishaus. Zeichnung: Büro Bock Neuhaus Partner Foto: az

„Wenn damit der Raumbedarf mittelfristig in den nächsten fünf bis zehn Jahren gedeckt ist, stimmen wir zu“, sagte Werner Schulze-Esking für die CDU.

Carsten Rampe von der SPD argumentierte, maßgeblich für die Entscheidung der Sozialdemokraten für einen Neubau sei die Fürsorgepflicht gegenüber den Kreisverwaltungsmitarbeitern.

Durch den Neubau eines Kreishauses 5 sollen bis zu 62 Büroarbeitsplätze entstehen. Untergebracht werden soll in dem neuen Haus das Jugendamt des Kreises Coesfeld.

Mehr Platz wird auf jeden Fall benötigt, allein in den letzten sechs Jahren sind 65 neue Stellen geschaffen worden – insbesondere vor dem Hintergrund des Flüchtlingsstroms.

Die Aufteilung der Räume soll durch veränderbare Wände und bewegliche Raumtrenner bei Bedarf neu gestaltet werden können, wie aus dem Entwurf des Architekturbüros Bock, Neuhaus und Partner aus Coesfeld hervorgeht.

Für die Mitarbeiter sollen Sicherheitsvorkehrungen wie Notknöpfe und separate Türen eingerichtet werden.

Denn, so argumentiert die Kreisverwaltung, in den letzten Jahren komme dem Thema Sicherheit immer größere Bedeutung zu. Übergriffe von Kunden auf Mitarbeiter würden in öffentlichen Verwaltungen zunehmen. Auch der Kreis Coesfeld habe im vergangenen Jahr zwei Hausverbote ausgesprochen, da Mitarbeiter massiv bedroht worden seien. Betroffen seien dabei vornehmlich publikumsintensive Bereiche wie Jugendamt und Ausländerbehörde.

Ein Neubau könne vermietet werden, falls er nicht mehr benötigt werde – anders als ein Anbau oder eine Aufstockung, die ebenfalls zu Diskussion standen, stimmte Henning Höne von der FDP für den Neubau. Auch über die Kosten gab es kein Gemecker im Ausschuss. „Der Kreis hat noch nie über die Strenge geschlagen und wird es auch mit dem Neubau nicht“, meinte Höne.

Den Grünen war hingegen das Raumkonzept nicht einleuchtend genug dargestellt. „Das ist uns alles zu dünn“, meinte Stefan Kohaus. Wenn der Raumbedarf nur mittelfristig berechnet sei, sei zudem fraglich, ob es ein Neubau sein müsse. „Es kann ja auch sein, dass sich langfristig ein ganz anderes Bild ergibt, weil zunehmend Home-Office betrieben wird.“

Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr bezeichnete die mehrheitliche Entscheidung für einen Neubau als einen „wichtigen Meilenstein, um die räumliche Situation auf einen guten Weg zu bringen“.

Der Kreistag muss in seiner Sitzung am 29.3. noch abschließend zustimmen, es dürfte aber mit keiner Überraschung mehr zu rechnen sein.

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