Ostendorff ohne Gegenstimme als Direktkandidat für den Bundestag gewählt
Grüne setzen wieder auf ihren Bio-Bauern

Billerbeck. Der Bio-Bauer Friedrich Ostendorff aus Bergkamen tritt bei der Bundestagswahl am 24. September erneut für die Grünen im Wahlkreis Coesfeld-Steinfurt II an. Bereits vor vier Jahren war er im Kreis Coesfeld und im südlichen Kreis Steinfurt ins Rennen gegangen. Und nach Ansicht der Aufstellungsversammlung, die jetzt in Billerbeck stattfand, hat er seinen Job nicht schlecht gemacht: keine Gegenstimme, keine Enthaltung – alle setzen auf ihn.

Freitag, 16.06.2017, 19:23 Uhr

Ostendorff ohne Gegenstimme als Direktkandidat für den Bundestag gewählt : Grüne setzen wieder auf ihren Bio-Bauern
Breite Unterstützung für Friedrich Ostendorff (l.), der Peperoni-Schärfe in den Wahlkampf bringen soll: (v. l.) Dr. Anne-Monika Spallek (Sorecherin Grüne Kreis Coesfeld), Richard Dammann (Sprecher Grüne Kreis Coesfeld) und Hermann Stubbe (Sprecher Grüne Kreis Steinfurt). Foto: az

Dr. Anne-Monika Spallek, Sprecherin der Kreis-Grünen, machte deutlich, dass eine ökologisch verträgliche Landwirtschaft mit einer artgerechten Tierhaltung und gleichzeitiger Stärkung des bäuerlichen Familienbetriebes den Grünen ein zentrales Anliegen sei. Friedrich Ostendorff habe in den letzten vier Jahren in Berlin bewiesen, dass er dieses Anliegen voran bringen könne. Er habe das Thema gesetzt.

„Die Menschen in Deutschland wollen gesunde Nahrungsmittel und sie wollen in der Mehrheit, dass die Tiere artgerecht gehalten werden und dass die Böden nicht ausgelaugt und vergiftet werden. Das haben wir Grünen deutlich gemacht“, bilanzierte Ostendorff. Auch Landwirtschaftspräsident Röring habe dies im Frühjahr eingestanden. „Nun wollen wir den Familienbetrieben die Hand reichen und sie stärken, wenn sie sich verändern wollen.“

Denn neben Ökologie und Tierschutz sorgen sich die Grünen auch um die wirtschaftlichen Verhältnisse. Der von der CDU unterstützte Wettbewerb nach dem Motto ‘Wachse oder weiche!’ führe auf der einen Seite in eine Industrialisierung der Landwirtschaft mit allen gesundheitsgefährdenden Nebenwirkungen – und auf der anderen Seite oft in den Ruin oder in die Hofaufgabe. „Und dies hat auch schlechte Folgen für das soziale Zusammenleben in unserem gewachsenen Kreis Coesfeld“, warnte der grüne Kreissprecher Richard Dammann.

Dammann hatte seinerzeit Ostendorff dazu bewegt, nicht mehr für die Grünen im Kreis Unna anzutreten, sondern im Kreis Coesfeld. „Ich bin untrennbar mit meiner Heimat, mit unserem Hof in Bergkamen-Weddinghofen verbunden. Aber das bundesweit beachtete Zentrum der nordrhein-westfälischen Landwirtschaft ist das Münsterland, und mittendrin liegt der Kreis Coesfeld. Von daher war der Wechsel hierher vor vier Jahren der richtige Schritt und diesen Weg möchte ich mit eurer Unterstützung weiter gehen“, warb Ostendorff in einer sehr persönlichen und emotionalen Bewerbung um die Stimme der grünen Basis.

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