200 Besucher bei Vernissage der Ausstellung „Neue Landschaften“ im Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld
Große Resonanz auf Kunst im Doppelpack

Darup. Da bekam am Sonntagnachmittag Thomas Zimmermann Glanz auf den Augen. Brechend voll ist das Haus bei der Ausstellungseröffnung „Neue Landschaften“. Mit einer solchen Resonanz hatte der Geschäftsführer des Naturschutzzentrums Kreis Coesfeld nicht gerechnet. Das Experiment, Natur und Kunst zusammenzubringen, ist gelungen. Auch durch die Unterstützung des Billerbeckers Wolfgang Suwelack, betont Zimmermann. Mit passenden Jazzklängen vom Gitarristen Felix Heydemann und Saxofonisten Alexej Malakhau stimmen sich die rund 200 Gäste auf die Vernissage ein.

Montag, 05.02.2018, 18:52 Uhr

200 Besucher bei Vernissage der Ausstellung „Neue Landschaften“ im Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld: Große Resonanz auf Kunst im Doppelpack
Mit Jazzklängen untermalten Felix Heydemann (Gitarre) und Alexej Malakhau (Saxophon) die Eröffnungsveranstaltung auf dem Hof Schoppmann. Foto: hlm

Fünf Jahre arbeitete der Coesfelder Fotograf Paul Joachim Müller daran, die Veränderung der münsterländischen Kulturlandschaft in Bildern auf seine spezielle Art in Szene zu setzen. Akribisch – mit dem Blick des Architekten – schafft Müller beim Bildaufbau eine Momentaufnahme der Gegenwart. Nicht anklagend oder mahnend. Eher den Betrachter zum Nachdenken bewegend. Oder wie Professor Dr. Reinhold Happel in seiner Einführung treffend formuliert: „Die Bilder zwingen zur Diskussion über Ästhetik und Kritik an der Veränderung der Landschaft.“

Eine besondere Komposition schafft die Ausstellung mit fünf Installationen des Billerbecker Kunstprofessors Jörg Heydemann. Prof. Happels Erläuterungen geben den Gästen einen Brückenschlag, Heydemanns Werke im Kontext zu den Fotos zu betrachten. Müllers Fotos seien eine Art Dokumentation eines Istzustandes. Heydemann rückt mit den „Figuren in Aspik“, wie Happel es nennt, den Menschen in eine fragwürdige Position zur industrialisierten Landwirtschaft. Während die Gebäudemodelle mit den streng geometrischen Formen eine sterile Außenansicht suggerieren, ragen Figurengruppen, in Acryl eingegossen, aus den Werken hervor. Sind sie Gefangene? Sind sie Befreite? Oder ist es Symbolik für die Entfremdung von Stadt- und Landleben? Diese Fragen kann der Betrachter für sich versuchen zu beantworten.

7 Die Ausstellung auf dem Alten Hof Schoppmann, Am Hagenbach 11 in Darup, läuft noch bis zum 6. Mai. Sie ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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