Kreis Coesfeld
Mitgliederboom bei der Kreis-FDP

Dülmen. Da war die Freude groß: Etwa 70 Stimmberechtigte folgten am Mittwochabend der Einladung zum FDP-Kreisparteitag in die Große Teichsmühle in Dülmen. „Ich muss sagen, ich hab´ das rasante Wachstum der Freien Demokraten unterschätzt. Aber den Fehler, will ich immer wieder gerne machen“, flachste Henning Höne bei der Begrüßung mit Blick in die große Runde. Das Landtagsmitglied ist gleichzeitig auch wiedergewählter Vorsitzender des FDP-Kreisverbandes.

Freitag, 09.03.2018, 17:58 Uhr

Kreis Coesfeld: Mitgliederboom bei der Kreis-FDP
Der FDP-Kreisvorstand: vordere Reihe (v. l.) die Beisitzer Rainer Möllney, Iris Pawliczek und Britta Demming sowie die stellvertretenden Vorsitzenden Sabine Schäfer und Julia Lohmann; hintere Reihe (v. l.) Vorsitzender Henning Höne, Beisitzerin Ulrike Holters, Schatzmeister Oliver Nawrocki und Beisitzer Marco Stoffmehl. Foto: Ulla Wolanewitz

Im Schnelldurchgang ließ er die beiden letzten „turbulenten und arbeitsreichen Jahre“ Revue passieren und lobte alle in der FDP-Engagierten, denn „wir haben mit allen Ortsverbänden Flagge gezeigt, obwohl die Partei es uns nicht immer leicht gemacht hat“, so Höne. In die beiden zurück liegenden Wahlkämpfe sei mit 50 000 Euro so viel Geld wie noch nie investiert worden. Aber nicht nur die guten Wahlergebnisse zeigten, dass sich dieser Einsatz gelohnt habe. Tatsächlich konnte der Kreisverband in den letzten zwölf Monaten einen Mitgliederzuwachs von 25 Prozent verzeichnen. Beweis dafür, dass Regierungsverantwortung übernommen werde, seien das Kita-Rettungspaket, das Ende im G8/G9-Chaos, die Schaffung von Schwerpunktschulen und dass „wir in der NRW-Wirtschaft eine Kultur der Ermöglichungen schaffen“, betonte der Vorsitzende.

Sein Stellvertreter Daniel Fahr, der dieses Amt zehn Jahre innehatte und drei Mal für den Bundestag kandidierte, trat nicht wieder zur Wahl an, weil er seinen Lebensmittelpunkt nach Stuttgart verlegt hat. Den Single Malt – ebenfalls zehn Jahre alt – als Dankeschön nahm er freudig entgegen. „Wir haben uns oft gefetzt, aber immer auch den Weg zurück gefunden“, hob er hervor und lobte die Fairness in der Zusammenarbeit.

Seine Nachfolge war schnell gesichert – und zwar doppelt. Die Versammlung entschloss sich, das Amt des Stellvertreters gleich zwei Mal zu vergeben. Sie wählte Sabine Schäfer und Julia Lohmann.

Es versteht sich fast von selbst, dass ein Schatzmeister, der seine Arbeit gut macht, wiedergewählt wird. So wird sich Oliver Nawrocki weiterhin für die finanziellen Geschicke des Vereins verantwortlich zeigen. Als Beisitzer engagieren sich Iris Pawliczek, Ulrike Holters, Britta Demming, Marco Stoffmehl und Rainer Möllney.

Die Zeit der Stimmauszählung nutzte der Bundestagsabgeordnete Karlheinz Busen(MdB) für einen kurzen Bericht aus der Hauptstadt. Seine erste Rede hatte er dort – „unter dem großen Adler“ – zum Thema Lebendtiertransporte gehalten. In seiner zweiten Bundestagsrede befasste er sich mit der Ansiedlung des Wolfes in unseren Gefilden. „Selbst Reinhold Messner sagt, der Wolf hat in Westeuropa nix zu suchen. Wir sind eine Kulturlandschaft. Aber das kapieren die Grünen leider nicht“, so das Plädoyer des Liberalen.

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