Kreis Coesfeld
Dülmener besiegen Nottulner beim e-Sport

Lüdinghausen. Das Phänomen e-Sport, also der sportliche Wettbewerb mit Hilfe von Computerspielen, begeistert immer mehr Menschen, insbesondere Jugendliche. Tausende strömen in die Arenen, die Preisgelder steigen in die Millionenhöhe. Dieser Trend ist mittlerweile auch in Lüdinghausen angekommen, wenn auch in kleinerer Form. Am Samstagnachmittag fand bereits zum zweiten Mal ein Fifa-Turnier für Jugendliche aus dem Kreis Coesfeld im Lüdinghauser Jugendzentrum „Exil“ statt. Für die Organisation waren Martin Pletzer vom „Exil“ und Jonas Vengels vom Nottulner „Treffpunkt Jugendarbeit“ zuständig, die Schirmherrschaft hatte der Kreis inne.

Montag, 12.03.2018, 19:42 Uhr

Kreis Coesfeld: Dülmener besiegen Nottulner beim e-Sport
Die Sieger-Teams wurden am Ende von Kreisjugendpfleger Michael Werremeier (l.) mit Urkunden ausgezeichnet. Foto: ll

13 Zweier-Teams aus dem gesamten Kreisgebiet traten am Finaltag gegeneinander an, um den Kreismeister im virtuellen Fußball zu ermitteln. Diese hatten sich im Vorfeld bei den Qualifikationsturnieren in den neun teilnehmenden offenen Jugendeinrichtungen durchgesetzt. Nach Gruppen- und K.o.-Phase standen sich im Finale „The rising league“ (Dennis und Maikel Sokolov) aus Dülmen und das Nottulner Team „GWN Kreisligalegenden“ (Timo Feitscher und Giulian Sprenger) gegenüber. In einem packenden Match setzte sich The rising league 5:4 nach Elfmeterschießen durch.

Dritter wurde der „FC Ksvarus“ (Liridon Sfishta und Dennis Korneev), welche im kleinen Finale die Promilleprinzen (Maximilian Fischer und Sebastian Joerges) aus Olfen fünf zu null besiegt hatten. Freuen konnten sich die beiden Gewinner über Tickets für ein Bundesligaspiel ihrer Wahl in NRW. Das zweite Team konnte sich mit Trikots ihrer Wahl trösten, für die Dritten gab es Mediengutscheine.

Michael Werremeier vom Kreisjugendamt zeigte sich vom Konzept der Veranstaltung überzeugt: Beispielsweise, dass in Zweierteams gespielt wurde. „Das ist eine pfiffige Sache, denn beide müssen gemeinsam arbeiten“, erklärte der Mitarbeiter des Kreisjugendamts. Des Weiteren käme man mit Gleichaltrigen über die Stadtgrenzen hinaus ins Gespräch zwischen den Spielen. „Nach dem letzten Jahr wollten wir gucken, ob es noch mal Spaß und Interesse daran gibt“, so Werremeier. Die große Resonanz zeige, dass dies der Fall sei.

„Wir wollten uns bewusster mit dem Phänomen e-Sports auseinandersetzen“, so der der Kreisjugendpfleger, „und dabei aber die herkömmlichen Dinge nicht vergessen.“ Es ginge darum, die Jugendlichen über die Konsole auch für den herkömmlichen Sport zu begeistern. Daher ist eine leicht veränderte Fortsetzung bereits geplant. Im Herbst soll, gemeinsam mit der Kreissportjugend, ein zweiteiliges Turnier stattfinden, wo sich die Teilnehmer zunächst an der Spielekonsole und anschließend in der Soccerhalle beim realen Fußball messen können. „Wir wollen damit digital und analog zusammenbringen“, brachte Michael Werremeier die Intention auf den Punkt.

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