Kreis Coesfeld
Große Hoffnung für kleines Dorf im Senegal

Kreis Coesfeld. „Wir haben ein gutes Projekt ausgewählt.“ Elvira Lipp vom Soroptimist-Ortsclub Dülmen zeigte sich nach dem Informationsnachmittag mit den Vorstandsmitgliedern des Vereins „Hilfe für Senegal“ überzeugt davon, dass die Spenden, die die Soroptimistinnen sammeln, gut angelegt sind. Mindestens 6000 Euro stellt der Service-Club berufstätiger Frauen dem Verein mit Sitz in Lüdinghausen zur Verfügung. Damit wollen die „Senegalesen“ einen Brunnen bauen, mit dem einen Schulgarten bewässert wird. Nur durch diesen Brunnen wird das Projekt überhaupt erst ermöglicht.

Mittwoch, 04.04.2018, 17:26 Uhr

Kreis Coesfeld: Große Hoffnung für kleines Dorf im Senegal
40 Vertreterinnen von 13 Soroptimist-Ortsclubs der gesamten Region trafen sich an der Burg Vischering, um sich über das Wasser-Projekt mit dem Verein „Hilfe für Senegal“ zu informieren. Fotos: west Foto: az

13 Ortsclubs aus der gesamten Region haben sich zur Realisierung dieses Schulgartens und der Brunnen-Bohrung zusammen gefunden. „Der Zusammenschluss mehrere Clubs bewirkt einfach mehr und ist effektiver“, freut sich Heike Zucker-Reimann vom gastgebenden Club Südmünsterland/Nordkirchen über die breite Basis dieser solidarischen Aktion. Bereits seit 2007 unterstützen die Soroptimistinnen „Wasser-Projekte“ – allesamt in Afrika. Jetzt trafen sich rund 40 Frauen aus den beteiligten Ortsclubs in der Burg Vischering, um sich vom Verein „Hilfe für Senegal“ über den Stand der Dinge informieren zu lassen. Gudula Gotzes und Karl Pollecker vom Vorstand der Senegal-Hilfe informierten aus erster Hand. Sie waren erst eine Woche zuvor vom jüngsten Arbeitseinsatz aus Westafrika zurückgekehrt. Wie sie berichteten, haben im kleinen Dorf Baback die Arbeiten am Brunnen bereits begonnen. Aber, so berichtete Gotzes, entgegen aller Erwartung war die Wasserader in 80 Metern Tiefe nicht ergiebig, so dass man noch 100 Meter tiefer bohren musste.

Der Schulgarten soll nicht nur Gemüse für die Küche der Grundschule liefern. Er hat auch einen pädagogischen Hintergrund: Kinder, Lehrer und Eltern sollen lernen, Gartenbau zu betreiben. „Nachhaltigkeit“ lautet das Stichwort, auf das auch die Soroptimistinnen großen Wert legen. Die Partner in Baback haben bereits ein Komitee gegründet, das die Organisation des Schulgartens und des Brunnens, von dem natürlich das gesamte Dorf profitiert, auf Dauer übernimmt. Dass zum Ende des Nachmittags Beifall aufbrandete, war einer Video-Botschaft aus dem Senegal geschuldet. Wenige Tage zuvor war die gesuchte Wasserader erreicht: Das Wasser rauschte aus dem Bohrloch.

Die Vorstandsmitglieder von „Hilfe für Senegal“ hatten noch eine Überraschung für die Soroptimistinnen parat: Gudula Gotzes und Karl Pollecker überbrachten ein Präsent der Service-Organisation aus der senegalesischen Hauptstadt Dakar und die Einladung, sich das Schulgarten-Projekt vor Ort anzusehen. Diese Einladung traf auch auf großes Interesse. Gleichzeitig machte sich Zucker-Reimann dafür stark, dass die Ortsclubs weitere Spendenaktionen für das Projekt starten. Denn: Die Kosten der Bohrung werden einen „deutlich fünfstelligen“ Bereich erreichen...

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