Kreis Coesfeld
Staatssekretär zieht Ärger auf sich

Kreis Coesfeld. „Ich bin sehr enttäuscht und verärgert“. So äußerte sich der Ascheberger Landtagsabgeordnete Dietmar Panske (CDU) auf Anfrage unserer Zeitung über die jüngsten Entwicklungen beim zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke Münster-Lünen. Seit zwei Jahren werden beim Bundesverkehrsministerium nun schon die Rechenschieber hin und her bewegt – und noch immer herrscht keine Klarheit darüber, ob die Maßnahme im neuen Bundesverkehrswegeplan als dringend angesehen wird oder nicht. Im Juni 2017 hatte der zuständige Staatssekretär Enak Ferlemann (CDU) den Eindruck vermittelt, als sei die Einstufung in den „vordringlichen Bedarf“ nur noch reine Formsache, die bis zum Jahresende vollzogen würde. Mittlerweile stellt sich die Sache aber wieder ganz anders dar. Eine Berücksichtigung im vordringlichen Bedarf wird von Ferlemann jetzt nur noch „als äußerst wahrscheinlich“ angesehen. Und eine definitive Entscheidung darüber ist wieder auf die lange Bank geschoben worden: Die Bahnfahrer im Münsterland sind nun auf den September 2018 vertröstet worden.

Donnerstag, 05.04.2018, 00:02 Uhr

„Aufgrund der gegenwärtigen Situation haben wir uns als Münsterlandabgeordnete des Landtages zusammen mit Münsters Oberbürgermeister Lewe auf den Weg gemacht, maximalen Druck auf die Abgeordneten des Bundes und Staatssekretär Ferlemann aufzubauen“, erklärte Dietmar Panske.

Weiter sagte der CDU-Politiker, dass er zusammen mit dem Sprecher der Münsterlandrunde, MdL Henning Rehbaum (Wahlkreis Warendorf-Süd) mit dem NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst in Kontakt stehe, um auch mit Hilfe der Landesregierung in Berlin endlich einen Durchbruch zu erreichen.

„Ich hoffe, dass wir in den nächsten 14 Tagen weitere Schritte einleiten können“, so Panske abschließend.

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