Kreis Coesfeld
Klaus Becker im „Ehrenamtsparcours“

Kreis Coesfeld / Dortmund. Jubelrufe und Beifall von links und rechts, dazu ertönen noch Trillerpfeifen und Musik: Einen flotten Sprint durch den „Ehrenamtsparcours“ legt Klaus Becker am Mittwoch in Dortmund hin. Am Ende wartet Franz Müntefering, ehemaliger Bundesminister und aktuell Vorsitzender der Bundearbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e. V. mit einer Ehrenurkunde auf ihn. Beim Deutschen Seniorentag, der drei Tage lang im Kongresszentrum der Westfalen-Hallen über die Bühne geht, wird „Mister Sportabzeichen“ aus Coesfeld neben 13 anderen vom Sozialwerk Berlin ausgewählten Persönlichkeiten aus allen gesellschaftlichen Bereichen als leuchtendes Beispiel für langjähriges ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet.

Sonntag, 03.06.2018, 10:12 Uhr

Kreis Coesfeld: Klaus Becker im „Ehrenamtsparcours“
Am Ende des „Ehrenamtsparcours“ in Dortmund wartete der frühere Vize-Kanzler Franz Müntefering (r.) mit einer Urkunde auf Klaus Becker. Foto: az

Hintergrund der Aktion: Die teilnehmenden Senioren sollen Menschen kennenlernen, die sich in ihrem Alltag für andere einsetzen, und dabei Betätigungsfelder für eigenes Engagement entdecken.

Diese etwas andere Würdigung des Ehrenamts – wie kam Klaus Becker dazu? „Ich bin vom Landessportbund vorgeschlagen worden“, berichtet er auf Nachfrage unserer Zeitung. Dem ist sein nun schon über 50-jähriger Einsatz für das Deutsche Sportabzeichen natürlich nicht verborgen geblieben. Seit 1967 nimmt er das Sportabzeichen schon ab und wirbt als Beauftragter für seine Verbreitung. Mit Erfolg. „Sein unermüdliches Schaffen hat den Kreis Coesfeld im Wettbewerb der Kreissportbünde in NRW seit Jahren zum ersten Platz verholfen“, heißt es im Antragstext.

Im Interview verrät Becker der Moderatorin Margit Hankewitz (Sozialwerk Berlin), dass er schon seit der Jugend für die Sportabzeichen-Bewegung brennt. Und das wird nicht nur dadurch deutlich, dass er bei anderen auf dem Sportplatz die Zeiten, Weiten und Höhen misst sowie am Ende Gold-, Silbe- und Bronze-Anstecker überreicht, sondern auch durch die regelmäßige eigene Teilnahme: 60 Mal hat er das Sportabzeichen schon selbst abgelegt. Dafür gab’s in Dortmund ganz besonders viel Beifall und auch anerkennende Worte von Müntefering.

Becker wollte den Ruhm aber am Ende bescheiden nicht für sich allein haben. „Das Umfeld, hier meine Familie, hat diese Tätigkeit 50 Jahre lang ermöglicht, unterstützt und mitgetragen“, spricht er Hankewitz ins Mikrophon. Seiner Familie sei er deshalb zu großem Dank verpflichtet.

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