Kreis Coesfeld
Atombunker, Grabungen, Burgen

Kreis Coesfeld. Langweilige Gebäude am Tag des Denkmals angucken, die man sowieso irgendwie kennt? Nee, im Kreis Coesfeld gibt es diesmal Orte zu entdecken, die sonst nicht oder nicht auf diese Weise zugänglich sind. Ausgrabungen, die eigentlich schon wieder zugebuddelt sind. Ein Atombunker, angelegt im Kalten Krieg. Ein Friedhof. Schlösser, die sonst verschlossen sind. Ein Fachwerkhaus in Privatbesitz. Ein Dachboden. Das Motto lautet „Entdecken, was uns verbindet“ und bietet die Möglichkeit, die Baudenkmäler unter diesem Aspekt genauer zu untersuchen. Der Tag soll zu Diskussionen anregen: Was hat die Gesellschaft in der Vergangenheit verbunden? Welche Beziehungen lassen sich zwischen den verschiedenen Denkmälern entdecken?

Donnerstag, 06.09.2018, 11:38 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 05.09.2018, 19:36 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 06.09.2018, 11:38 Uhr
Kreis Coesfeld: Atombunker, Grabungen, Burgen
Viel zu entdecken gibt es zum Tag des Denkmals: Archäologin Sarah Koppelmann hat unter der Straße in Coesfeld alte Brunnen gefunden und bietet nun Führungen an. Foto: Archiv

Ascheberg

Pfarrkirche St. Benedikt, Bergstraße 29, Herbern: 11 Uhr Kirchenführung, anschließend Radtour zur Loreto-Kapelle in Drensteinfurt.

Billerbeck

Kolvenburg, An der Kolvenburg 3: Im heutigen Kulturzentrum des Kreises Coesfeld gibt es um 11 und um 14 Uhr eine Dachbodenführung. Geöffnet 10 bis 13 Uhr und 13.30 bis 17.30 Uhr.

Coesfeld

Archäologische Untersuchungen um das Jesuitenkloster: Bei Bauarbeiten mitten in der Innenstadt Coesfelds sind auch die Archäologen dabei. Sie fanden unter der jetzigen Straße neben Bestandteilen des Jesuitenklosters aus dem 17. Jahrhunderts auch Besiedlungspuren, die bis in das 12. Jahrhundert zurückreichen, darunter Brunnen, Bürgerhäuser und eine Brücke. Sie verschwinden mit den Bauarbeiten wieder im Erdreich. Nun gibt es die Gelegenheit, an einer Führung mit Archäologin Sarah Koppelmann teilzunehmen, um 11, 12, 14 und 15 Uhr. Treffpunkt: Brunnen auf dem Marktplatz.

Lette

Alter Bahnhof Lette, Bahnhofsallee 47: Das ehemalige Bahnhofsgebäude mit Warteraum, Stellwerk und Güterabfertigung ist heute ein Eisenbahnmuseum. 12 bis 18 Uhr geöffnet, Führungen bei Bedarf.

Havixbeck Burg Hülshoff, Schonebeck 6:

Geburtsort und langjähriger Wohnsitz von Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848). Burg Hülshoff und Haus Rüschhaus, der nahe gelegene zweite Wohnsitz der Droste, werden aktuell zu einem Literaturort weiterentwickelt. Geöffnet von 11 bis 18.30 Uhr; Führung um 11 Uhr.

Haus Stapel, Gennerich 18: Das Wasserschloss mit barocker Vorburg und klassizistischem Haupthaus wird heute als Mehrfamilienhaus mit Künstlerateliers genutzt. Von 14 bis 16 Uhr geöffnet (sonst nur zu Konzerten).

Jüdischer Friedhof, Schützenstraße, Bushaltestelle Alter Sportplatz: Die erste Beerdigung auf dem Friedhof fand 1825 statt, die letzte 1928. Führung mit Vortrag zur jüdischen Bestattungskultur 10 Uhr durch Sharon Fehr, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Münster.

Radwanderung: Zum Thema Baumberger Sandstein und Baukultur (Dauer: fünf Stunden), Treffpunkt: Jüdischer Friedhof, 11 Uhr

Sandsteinmuseum, Gennerich 9: 11 bis 18 Uhr (sonst nur zu Veranstaltungen), Führungen um 14 und 16 Uhr

Lüdinghausen Haus Kiwitt, Gartenstraße 6: Fachwerkhaus, Gebäude von 1758 nach Stadtbrand 1832 auf dem alten Keller aufgebaut. 11 bis 17 Uhr geöffnet (sonst nicht), Führungen durch Eigentümer.

Burg Vischering, Berenbrock 1: Die umgestaltete und sanierte Burg Vischering ist von 10 bis 18 Uhr geöffnet; 11 Uhr Führung mit Architekten von der Burg Vischering zur Burg Lüdinghausen

Burg Lüdinghausen, Amthaus 14: Die Renaissanceburg Lüdinghausen liegt in der Innenstadt, von 11 bis 17 Uhr geöffnet, 14.30 Uhr Führung.

Nordkirchen

Grundnetzschalt- und Vermittlungsstelle 32, Berger 26: Der atombombensichere Tiefbunker ist ein politisch-militärisches Baudenkmal des Kalten Kriegs. Führungen um 10 und um 16 Uhr. Anmeldung notwendig, wird per E-Mail bestätigt: max-ehring@t-online.de. Schloß Nordkirchen und Schloßpark, Schloß 1: Bekannt als das westfälische Versailles, Geöffnet 11 bis 17 Uhr; Führung: Europäische Kunst am Schloss 13.30 Uhr.

Senden

Schloss Senden, Holtrup 3: Bedeutendes Wasserschloss des Münsterlandes in u-förmiger Anlage, geöffnet 11 bis 18 Uhr (sonst nur auf Anfrage); Baustellencafe geöffnet. Führungen um 14 und 17 Uhr: „Über Bauleute, Kriegsherrn und Heimatlose“

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