Kreis Coesfeld
Kein Bargeld-Chaos ausgebrochen

Kreis Coesfeld (vth). Noch spucken Geldautomaten im Kreis Coesfeld Scheine aus. Ein Bargeld-Chaos ist durch den Streik der Geldtransport-Mitarbeiter nicht ausgebrochen, von größeren Einschränkungen berichten die Banken und Sparkassen im Kreis Coesfeld bislang nicht.

Donnerstag, 03.01.2019, 20:14 Uhr aktualisiert: 03.01.2019, 20:18 Uhr
Kreis Coesfeld: Kein Bargeld-Chaos ausgebrochen
Bislang sind wegen des Streiks keine Probleme an Geldautomaten bekannt. Foto: Archiv

„Uns ist bekannt, dass in einem Geldtransportunternehmen, welches für uns arbeitet, Warnstreiks stattfinden“, sagt Robert Klein, Pressesprecher bei der Sparkasse Westmünsterland. „Nach jetzigem Stand rechnen wir aber mit einem normalen Betrieb.“ Selbst wenn es an einzelnen Automaten zu Problemen käme, gäbe es genügend Geräte in der Nähe, zu denen die Kunden dann gehen könnten. Auch bei der VR-Bank Westmünsterland heißt es: „Es gibt keinen Grund zur Panik“, so Sprecher Thomas Borgert. In den Automaten sei aktuell genügend Geld vorrätig.

„Unsere Ampeln stehen alle auf Grün“, sagt auch Dirk Spanderen, Vorstand der Volksbank Baumberge.

Seit Mittwoch streiken die Fahrer von Geldtransportern. Die Gewerkschaft Verdi rief dazu auf, die Arbeit niederzulegen, um den Druck auf die Arbeitgeberseite im Tarifstreit in der Geld- und Wertdienst-Branche zu erhöhen. Die Gewerkschaft fordert 1,50 Euro mehr Stundenlohn für die rund 11 000 Beschäftigten der Branche.

„Der Service der Mitarbeiter umfasst nicht nur den Geldtransport, sondern auch weitere Dienstleistungen“, erläutert Andrea Becker, Verdi-Landesfachbereichsleiterin in NRW. Warenhäusern und Discounter, Möbel- und Baumärkte sowie andere große Unternehmen bekämen die Auswirkungen des Streiks aktuell zu spüren, wenn die Tageseinnahmen nicht mehr abgeholt würden.

Die Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienste (BDGW) äußerte sich dahingehend, dass ein mehrtägiger Streik notwendig wäre, um die Bargeldversorgung nennenswert zu stören.

Wenn es zu keiner Einigung bei den gestern fortgesetzten Verhandlungen kommt, soll der Warnstreik ausgedehnt werden. „Das Signal der Teilnehmer an uns war deutlich, sie wollen weiterstreiken“, beschreibt Becker die Stimmung.

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