Kreis Coesfeld
Positive Reaktionen auf Landes-Pläne

Kreis Coesfeld. Die Ankündigung der NRW-Landesregierung, ab 2020 ein zweites beitragsfreies Kita-Jahr einzuführen, stößt im Kreis Coesfeld auf ein positives Echo.

Freitag, 11.01.2019, 18:59 Uhr aktualisiert: 13.01.2019, 16:00 Uhr

Das Kreis-Jugendamt und auch Elternvertreter begrüßen die Pläne. „Das ist eine starke und positive Aussage“, so Detlef Schütt, Sozialdezernent beim Kreis Coesfeld. Eine Konsequenz sei, dass Eltern möglicherweise „die 45-Stunden-Betreuung stärker als jetzt buchen, wenn zwei Jahre kostenfrei sind“, so Schütt. Der Kreis Coesfeld bietet drei Zeit-Modelle für die Kindergarten-Betreuung an: 25 Stunden, 35 und 45 Stunden – letztere ist natürlich auch die teuerste.

Weil das Land für die Träger 750 Millionen Euro im nächsten Kitajahr zusätzlich zur Verfügung stellt, werde sich auch die personelle und qualitative Situation in den Kitas verbessern, davon geht Schütt aus. Für den Kreis Coesfeld errechne sich ein Anteil von rund 3,75 Millionen Euro, die er jedes Jahr für die höhere Erstattung aufbringen muss.

Generell bedeuteten die Ankündigungen des Landes mehr Planungssicherheit und Entspannung für den Kreis und die Kommunen, die ja auch für unter Dreijährige einen Platz gesetzlich verpflichtend vorhalten müssen, wenn Eltern ihn wünschen.

„Wir begrüßen die Pläne“, sagt Michael Hagenkamp aus Ascheberg-Herbern als Vertreter des Elternbeirats des Kreisjugendamts. Die Eltern fordern auf Dauer eine komplette Beitragsfreiheit und sehen die Pläne als einen ersten Schritt dahin. „Kitagebühren belasten trotz der Staffelung besonders die Haushalte in den unteren Einkommen“, heißt es in der Stellungnahme des Elternbeirates. Nicht gelöst sei zudem die Situation, dass es vor Ort unterschiedliche Tabellen gebe und die Frage nach den Beiträgen für Geschwisterkindern.

Auch im Kreis Coesfeld gibt es damit, dass Coesfeld und Dülmen eigene Jugendämter haben und zu anderen Lösungen gekommen sind, keine einheitlichen Tabellen für die Elternbeiträge.

0 Aktuell müssen Eltern im Kreis Coesfeld (ohne Coesfeld und Dülmen) zum Beispiel bei einem Jahreseinkommen zwischen 49 000 bis 61 000 Euro pro Monat zahlen: für Kinder ab zwei Jahren 138,27 Euro bei 25 Stunden, 154,01 Euro bei 35 Stunden und 237,69 Euro bei 45 Stunden. Für Kinder unter zwei Jahren: 214,66 Euro (25 Stunden), 238,91 Euro (35 Stunden) und 368,68 Euro (45 Stunden). Für Geschwisterkinder: 25 Prozent.

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