Kreis Coesfeld
Förderschule: Neue Heimat in Nottuln

Kreis Coesfeld. Die Schule ist eingerüstet, die Fenster sind verbrettert und drinnen wird gewerkelt. Die Bauarbeiten in der entkernten Geschwister-Scholl-Schule in Nottuln laufen auf Hochtouren. Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr geht davon aus, dass der Umzug zum nächsten Schuljahr im August klappt. „Unser Ziel ist, dass wir dann fertig sind“, sagt er gestern bei einem Pressetermin mit Baustellenbesichtigung in Nottuln. Das bereits länger nicht mehr genutzte Nottulner Schulgebäude wird damit das neue Domizil der Astrid-Lindgren-Förderschule in Lüdinghausen.

Montag, 28.01.2019, 20:35 Uhr aktualisiert: 29.01.2019, 09:36 Uhr
Kreis Coesfeld: Förderschule: Neue Heimat in Nottuln
Baustellenbesichtigung: v.l. Schuldezernent Detlef Schütt, Architektin Andrea Piehl, Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr, Kreisdirektor Joachim Gilbeau und Schulleiterin Brigitte Siehoff. Fotos: vth Foto: az

Schulleiterin Brigitte Siehoff begrüßt den Umzug und freut sich auf die größeren Räume der Schule. „Wir können damit auch besser pädagogische Konzepte umsetzen“, sagt sie. Eine offene Atmosphäre, Räume mit Rückzugsmöglichkeiten für individuelles Lernen, eine Aula mit Küche und Theaterbühne – all das ist in Nottuln vorhanden. Das gesamte Gebäude soll mit WLan ausgestattet werden und energetisch auf der Höhe sein. „Wenn jemand die Fenster öffnet, geht die Heizung aus“, erläutert Gregor Twilling von der Schulabteilung des Kreises.

Platz ist künftig in Nottuln genug da, um in dem unter Denkmalschutz stehenden Schulgebäude, das 1971 in Betrieb genommen wurde, modernen Unterricht anzubieten: Früher beherbergte die Schule rund 400 Schüler, künftig werden es bis 120 sein. Wobei „man natürlich bedenken muss, dass wir als Förderschule einen höheren Raumbedarf und mehr Personal haben“, betont Siehoff.

Schüler aus dem ganzen Kreis Coesfeld besuchen die Astrid-Lindgren-Förderschule, aktuell überwiegend aus dem nördlichen Kreisgebiet.

Architektin Andrea Piehl geht davon aus, dass die Baufirmen den Zeitplan einhalten. „Die Klassen- und Kursräume gruppieren sich in zwei Geschossen um eine Halle“, hebt sie eine Besonderheit der Schule hervor. Und sie habe sehr schöne Oberlichtfenster ins Innere und breite Fensterfronten nach draußen hin. Dadurch entstehe eine offene Atmosphäre.

Die Schadstoffe seien komplett zurückgebaut worden, auch Ummantelungen von Leitungen. Die Decken und die Akustikvorrichtungen, Bodenbeläge und Fenster werden zurzeit erneuert. Zuvor haben Fachfirmen bereits neue Rohre und Kabel verlegt sowie Außenfassade und Dach des Gebäudes saniert.

4,3 Millionen Euro stellte der Kreis Coesfeld für den Umbau in den Haushalt, rund eine Million mehr als in einer Machbarkeitsstudie zuvor angenommen. Ursache sind höhere Kosten für Firmen, für die Altlastensanierung, für Brandschutz, Aufzug und WCs. Finanziert werden soll die Sanierung zum großen Teil über das „Gute-Schule“-Programm.

In einem weiteren Schritt soll in dem Gebäude außerdem die Ausweich-Leitstelle und ein Teil des Kreisarchivs einen Platz bekommen.

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