Kreis Coesfeld
Grüne laden zum Westfalen-Kongress ein

Kreis Coesfeld. Die Grünen im Kreis Coesfeld laden zu einem „großen Westfalen-Kongress in der Burg Vischering“ ein. Unter dem Motto „Ein Europa für Regionen“ soll bei der Bezirksverbands-Tagung am 16. März mit der Bundesvorsitzenden der Grünen, Annalena Baerbock, und dem Europaabgeordneten Sven Giegold diskutiert werden. Mit dabei zudem Malte Steuber (JEF), Claudia Hofemann (Grüne Niederlande) und Felix Banaszak (Vorsitzender Grüne NRW). Es stehen verschiedene Themenforen auf dem Programm, die sich mit Wirtschaft, Jugend und Arbeitsbedingungen beschäftigen und die von weiteren Grünen moderiert werden. „Alle Interessierten sind eingeladen mitzumachen“, so Dr. Anne-Monika Spallek, Sprecherin der Grünen im Kreis Coesfeld, die das Forum zum Thema regionale Wirtschaft moderiert.

Mittwoch, 27.02.2019, 20:53 Uhr aktualisiert: 28.02.2019, 09:56 Uhr
Kreis Coesfeld: Grüne laden zum Westfalen-Kongress ein
Freut sich auf den Kongress: Dr. Anne-Monika Spallek, Sprecherin der Grünen im Kreis Coesfeld. Foto: az

Dass die Burg Vischering als Tagungsort für diesen großen Europa-Kongress gewählt wurde, sei kein Zufall, sagt sie. „Hier wirkt Europa spürbar in unsere ländliche Region hinein, denn das Projekt WasserBurgenWelt in Lüdinghausen wurde zum großen Teil mit europäischen Mitteln finanziert.“ Zudem sei es ein Projekt, dass die Geschichte des westlichen Münsterlandes mit all den Machtkämpfen und Kriegen in der Vergangenheit in Europa deutlich mache und zugleich thematisch in die Zukunft weise.

Und um die Zukunft gehe es auch am 26 Mai 2019. „Da wählen wir ein neues Europäisches Parlament und dabei steht diesmal viel auf dem Spiel. Denn rechtspopulistische Parteien sind europaweit auf dem Vormarsch und gefährden das große Friedensprojekt Europa“, meint Spallek.

Zusammen mit den Bürgern wollen die Grünen in der Region darüber sprechen, wie Politik die Rahmenbedingungen in Europa für die Wirtschaft gestalten muss, „so dass es überall faire Wettbewerbsbedingungen gibt, Nachhaltigkeit sich auszahlt und die regionale Wirtschaft gestärkt wird“, so Spallek. „Wir brauchen dringend eine europaweite Politik, die die aktuellen Probleme in unserer Region wie das dramatische Höfesterben, das Insektensterben und die Auswirkungen des Klimawandels auf die Landwirtschaft endlich anpackt und EU-weit löst.“ Denn Anforderungen an höhere Umweltstandards und eine bessere Tierhaltung wie bei der Ferkelkastration müssten für alle Länder in der EU gelten. „Sonst gibt es keinen fairen Wettbewerb.“

Auch auf kleinere regional agierende Unternehmen soll geschaut werden, die es im globalen Wettbewerb viel schwerer haben. „Dabei wirtschaften sie oft nachhaltiger und verantwortlicher.“ Solche Betriebe seien von fundamentaler Bedeutung für die Nahversorgung in den ländlichen Regionen sowie für den sozialen Zusammenhalt. „Im Rahmen des Kongresses habe ich zu diesem Thema ein separates Forum organisiert“, so Spallek. Darin kann man mit einer Vertreterin von der Regionalbewegung e.V und Vertretern regionaler Unternehmen diskutieren.

Infos: Tel. 02543/ 9398021

Anmeldung: www.gruene-nrw.de/termin/europakongress-westfalen

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