Kreis Coesfeld
„Wir müssen die EU reformieren“

Kreis Coesfeld. Die FDP ist schon ganz im Europawahlkampf-Fieber. „Wir müssen klare Kante zeigen“, forderte NRW-Spitzenkandidat Moritz Körner beim FDP-Kreisparteitag in Lüdinghausen.

Donnerstag, 28.03.2019, 20:35 Uhr aktualisiert: 29.03.2019, 09:38 Uhr
Kreis Coesfeld: „Wir müssen die EU reformieren“
Kreisparteitag in Lüdinghausen mit v.l. Landtagsabgeordneten Markus Diekhoff (Versammlungsleiter), Europawahl-Kandidat Gregor Schäfer (Lüdinghausen), NRW-Spitzenkandidat Moritz Körner, Sabine Schäfer (stellvertretende Kreisvorsitzende) und Kreisvorsitzender Henning Höne. Foto: Viola ter Horst

Körner steht auf Listenplatz 4 und will „da unbedingt rein“. Denn als EU-Abgeordneter könne man wirklich etwas verändern, meint er. Er forderte zum Gang zur Urne bei den Europawahlen im Mai auf, um die Zahl der Liberalen – derzeit sind es drei Abgeordnete aus Deutschland – zu erhöhen: „Wir dürfen die Bühne nicht den Extremisten überlassen“, appellierte der 28-Jährige aus Düsseldorf. „Ohne EU geht es nicht weiter, aber wir müssen diese EU reformieren.“ Digitaler Binnenmarkt, gemeinsamer Grenzschutz und mehr Erasmus-Programme, nannte Körner einige zentrale Punkte. Und ein „echtes Europäisches Außenministerium mit einem Minister, der für ein geeintes Europa spricht“. Die EU müsse mehr für die „großen Fragen“ zuständig sein statt sich in kleinere Aufgaben zu verlieren, so Körner vor den rund 40 Liberalen aus den Ortsverbänden des Kreises Coesfeld. Enttäuscht zeigte er sich über die Urheberrechtsreform. „Es gibt bessere Wege, das Urheberrecht zu schützen.“

Der Europakandidat fürs Münsterland, Gregor Schäfer aus Lüdinghausen, führte die Bedeutung der EU an. „Die EU hat Frieden, Freiheit und Wohlstand erreicht“, sagte Schäfer, der auch Ortsvorsitzender der FDP Lüdinghausen ist. Das Bezahlen mit dem Euro und dass es keine Roaminggebühren mehr gebe, auch das gehe auf die EU zurück. „Die EU steht vor großen Herausforderungen“, so Schäfer. China werde immer einflussreicher, während die USA und Russland mit Trump und Putin unberechenbare Präsidenten habe.

Das seien zweifelsohne wichtigere Themen als die Zeitumstellung, mit der sich das Parlament aktuell beschäftigte, meinte Kreisvorsitzender und Landtagsabgeordneter Henning Höne (Coesfeld). Die Diskussion um Anträge aus Dülmen (weiterer Text) und Delegiertenwahlen standen außerdem an.

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