Kreis Coesfeld
Digitalisierung mit Expertenrat

Kreis Coesfeld (vth). Ob Parkplätze, touristische Aktivitäten oder ärztliche Sprechstunden: Die Bürgermeister im Kreis Coesfeld wollen mit ihren Orten bei der Digitalisierung dabei sein, mit der mehr Vernetzung und mehr Serviceprogramme für Bürger entwickelt werden sollen. Allerdings fordern die Städte und Gemeinden bei dem geplanten Digitalisierungskonzept, das unter Federführung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Coesfeld (wfc) in Workshops erarbeitet werden soll, die Einbindung von Ergebnissen aus bereits vom Land NRW geförderten Kommunen wie Paderborn, Soest und Gelsenkirchen. „Man muss das Rad ja nicht noch einmal erfinden“, sagte Bürgermeistersprecher Richard Borgmann (Lüdinghausen) im Pressegespräch nach der Bürgermeisterkonferenz, die diesmal in Havixbeck stattfand. Die Bürgermeister seien aber „sehr dafür“, dass sich auf dem Gebiet etwas tut. „Es geht nicht um unsere Akten, die wir digitalisieren, sondern darum, was außerhalb der Verwaltungen für die Bevölkerung entwickelt werden kann“, verdeutlichte Borgmann. „Es gibt in dem Bereich einen bunten Strauß an Themen, und wir sind ja erst am Anfang“, so Havixbecks Bürgermeister Klaus Gromöller. „Deswegen ist es sinnvoll, auf Erfahrungen der Modellkommunen zurückzugreifen.“

Montag, 01.04.2019, 20:34 Uhr aktualisiert: 02.04.2019, 08:36 Uhr

Positive Rückmeldungen gab es laut Borgmann von den elf Städten und Gemeinden auf die Aktion „Coesfeld blüht auf“, mit der mit Blühstreifen an Straßenrändern etwas für Artenvielfalt getan werden soll. „Wir wollen mit unseren Bauhöfen überlegen, was an den Gemeindestraßen noch möglich ist“, so Borgmann.

Ein weiteres Thema betrifft die Zuschüsse für den Ausbau von Glasfasernetzen im Außenbereich. In Lüdinghausen hatte sich der Rat mehrheitlich für eine nachträgliche Zuschussregelung entschieden. Der Bürgermeister will den Beschluss nun in der Ratssitzung am 11. April beanstanden, weil er der Meinung ist, dass diese Regelung gegen geltendes Recht verstößt. Zumal die Vorgehensweise dann auch in anderen Orten möglich sein müsste. Der Kreis Coesfeld als Kommunalaufsicht werde letztlich wohl entscheiden müssen, wie damit umzugehen ist, so Borgmann. Zwar gab es auch in anderen Kommunen Zuschüsse für Eigeninitiativen, diese seien aber deswegen unstrittig, weil die Konditionen im Vorfeld vereinbart worden seien. „Nicht hinterher“, so Borgmann.

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