Kreis Coesfeld
Kreis will 30 Prozent Radverkehr bis 2025

Kreis Coesfeld. 49 Prozent aller Fahrten im Kreis Coesfeld werden immer noch mit dem Auto zurück gelegt. Das soll deutlich weniger werden. Denn der Kreis Coesfeld will die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2030 um 30 und bis zum Jahr 2050 sogar um 75 Prozent reduzieren. Ein ehrgeiziges Ziel – um das zu erreichen, hat die interfraktionelle Arbeitsgruppe und Klima-AG mit Politikern und Experten aus der Kreisverwaltung eine Handlungsoffensive mit Klimaschutzaktivitäten als Leitantrag formuliert: der Kreistag stimmte in seiner Sitzung jetzt einhellig zu. Besonders für Kurzstrecken sollen dabei Alternativen entwickelt werden, damit das Auto stehen bleibt.

Donnerstag, 04.04.2019, 20:54 Uhr aktualisiert: 05.04.2019, 09:56 Uhr
Kreis Coesfeld: Kreis will 30 Prozent Radverkehr bis 2025
Foto: Archiv Foto: az

Der Kreis will:

- klimafreundliche Angebote durch einen attraktiven ÖPNV

- den Radverkehr ausweiten

alternative Mobilität und alternative Antriebe unterstützen

das Energiebewusstsein der Bürger stärken.

„Wir haben konkrete Zahlen, damit wir messbar sind“, trug Thomas Wenning (CDU) vor. Ein Kernvorhaben: Der Anteil des Radverkehrs soll von aktuell 24 auf 30 Prozent bis 2025 steigen. „Wir müssen wegkommen vom motorisierten Individualverkehr“, betonte Wenning. Klar sei auch, dass die vorgeschlagenenen Maßnahmen nicht umsonst seien und der Kreis Coesfeld Geld investieren müsse.

Im Bereich ÖPNV sollen unter anderem das Pilotprojekt „Starke Achse – Expressbus X90“, Shuttle-Busse, günstigere Tarife und Park- und Ride-Zentren zu den Zielen beitragen. Beim Individualverkehr soll der Kreis alternative Antriebe wie Elektro, Brennstoffzelle, Flüssiggas, Biodiesel und Pflanzenöl fördern.

Harald Koch (CDU), der auch in der Zweckverbandsversammlung Schienenpersonennahverkehr tätig ist, freute sich über den Aufschlag und die „offensive Unterstützung“. Daran müsse nun aktiv weiter gearbeitet werden. Norbert Vogelpohl von den Grünen lobte: „Das bringt uns als klimafreundlichen Kreis nach vorne.“

Zwar „nichts Neues, aber gut zusammengefasst“, meinte Hermann-Josef Vogt (SPD). SPD und Grüne regten an, dass sich der Kreis auch mehr Gedanken über den Ausbau und die Finanzierung des Radwegenetzes Gedanken machen sollte. „Die Kommunen fühlen sich teilweise überfordert“, meinte Vogt.

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