Kreis Coesfeld
Jubiläum mit einem Lächeln

Kreis Coesfeld. „50 Jahre – Wirken mit einem Lächeln“, unter diesem Motto feiert der Caritasverband für den Kreis Coesfeld in diesem Jahr sein Jubiläum.

Dienstag, 09.04.2019, 20:16 Uhr aktualisiert: 10.04.2019, 10:18 Uhr
Kreis Coesfeld: Jubiläum mit einem Lächeln
Laden mit Amerikanern, bunten Luftballons und Seifenblasen zum Jubiläum ein: Vorstand Christian Germing (2.v.l.), Dechant Johannes Arntz sowie Gerburgis Sommer (r.) und Katja Kopperschläger (Kommunikation und Marketing). Fotos: vth Foto: az

„Wir begleiten Menschen und sind ein lebensbejahender Verband mit der Grundhaltung, Menschen auf Augenhöhe zu begegnen“, erläutert Vorstand Christian Germing gestern im Pressegespräch das Motto.

Ein Lächeln soll alle Veranstaltungen des Jubiläumsjahrs begleiten: Das Ü aus dem Wort Fünfzig verwandelt sich in eine Art Smiley auf Fahnen, Buttons, Tafeln - und reichlich Amerikanern, die gereicht werden sollen. Dazu bunte Luftballons und Seifenblasen.

Der zentrale Festakt findet am 4. Mai mit einem Festgottesdienst in der St.-Lamberti-Kirche in Coesfeld statt. Kreisdechant Johannes Arntz, Vorsitzender des Caritasrates, freut sich, dass Bischof Felix Genn seinen Besuch zum Festtag zugesagt hat. Um 11.30 Uhr wird die Feier mit geladenene Gästen dann im St.-Pius-Gymnasium fortgesetzt. Weitere Caritas-, Mitarbeiter- und Ehrenamtsfeste finden in Lüdinghausen, Dülmen und Nordkirchen statt (s. Kasten).

Am 11. September macht die „Feuer- und Flammen-Tour“ des Caritasverbands mit Präsident Dr. Peter Neher im Kreis Coesfeld Station. „Dabei geht es auch um die Frage, wo wir für Caritas und Kirche Chancen in einem Umfeld sehen, das vor dem Hintergrund der Missbrauchskandals nicht ganz einfach ist“, so Germing.

Christliche Werte wie Nächstenliebe prägten den Verband schon immer. „Caritas hat sich gegründet, weil es Menschen gab, die in ihrem Umfeld andere gesehen haben, die Hilfe benötigten.“ Der Verband entstand dann, um die Strukturen und die ehrenamtliche Hilfe zu professionalisieren.

Der Kreisverband ist eigentlich sogar älter, denn er gründete sich bereits 1968 in Lüdinghausen – im damaligen Kreis Lüdinghausen. Er löste sich aber mit der kommunalen Gebietsreform auf und ging in den Kreisverband Coesfeld über. „Deswegen feiern wir die Gründung in Coesfeld am 27. April 1969 als das eigentliche Datum“, erklärte Germing.

„Viel hat sich seither getan“, sagt Gerburgis Sommer von der Marketing-Abteilung, die drei Meter Akten für das Jahresmagazin zum Jubiläum wälzte. „Die Dokumente spiegeln auch die sozialgeschichtliche Entwicklung wider“, sagt sie. Von der „beschützenden Werkstatt“ bis zu den „Werkstätten für behinderte Menschen“, von Sucht-Selbsthilfegruppen bis zur Suchthilfe, von den drei Sozialstationen zu den heutigen Angeboten im Bereich Pflege. Von der „Gastarbeiter“-Beratung bis zum Fachdienst Integration und Migration. Von 35 Mitarbeitern im Jahr 1975 bis zu 730 plus 300 Ehrenamtlichen heute.

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