Kreis Coesfeld
„Unsere Generation ist keineswegs unpolitisch“

Kreis Coesfeld. Neue Impulse, spannende Diskussionsrunden und aktuelle Aktionen: Rund 50 Schülervertreter aus dem Kreis waren in das Coesfelder Pictorius-Berufskolleg zur 18. Bezirksdelegiertenkonferenz gekommen und erlebten einen spannenden Tag mit besonderem Augenmerk auf den persönlichen Austausch und die Vernetzung. „Wir haben einmal mehr erlebt, wie bereichernd es sein kann, über den eigenen Tellerrand hinauszudenken und voneinander zu lernen“, stellten die Bezirksschülersprecher Lukas Sydow und Sebastian Splitthoff fest.

Mittwoch, 10.04.2019, 20:39 Uhr aktualisiert: 11.04.2019, 12:08 Uhr
Kreis Coesfeld: „Unsere Generation ist keineswegs unpolitisch“
Diesmal wähle ich für...: Mit einer Fotoaktion zur Europawahl beendeten die Schüler die Bezirksdelegiertenkonferenz. Foto: az

Ein weiterer Schwerpunkt waren bildungspolitische und schulübergreifende Diskussionen. Das Ziel: Erfahrungen austauschen, Impulse für die weitere Vorstands- und Grundsatzarbeit mitnehmen und miteinander über politische Herausforderungen ins Gespräch kommen. „Unsere Generation ist keineswegs unpolitisch“, machte die Bezirksschülervertretung fest.

So ging es beispielsweise um die Frage, wie die Zukunft der Schullandschaft auf Bundes-, Landes- und Kreisebene aussehen soll.

Auch die Digitalisierung wurde in mehreren Workshops thematisiert. „Einerseits erleben wir einen großen Nachholbedarf bei der Infrastruktur für die Digitalisierung an Schulen. Hier müssen erst einmal überhaupt die technischen Möglichkeiten geschaffen werden. Dafür werden wir uns weiter einsetzen.“ Andererseits betont der Vorstand der Bezirksschülervertretung deutlich, dass man nicht bei diesem ersten Schritt stehen bleiben dürfe: „Die größte Herausforderung liegt darin, die Chancen der Digitalisierung auch wirklich zu nutzen. Wie ermöglicht sie ganz konkret neue, offenere Formen des Lernens? Diese Fragen möchten wir anregen.“

Vor dem Hintergrund der Wahlen zum Europäischen Parlament im Mai haben sich die Teilnehmer mit ihren Vorstellungen zu Europa beschäftigt. „Wir erleben, dass die Errungenschaften der europäischen Integration zunehmend in Frage gestellt werden. Gerade den Jugendlichen hier im Kreis liegt aber Europa oft sehr am Herzen. Andererseits können viele der 27 000 Schüler nicht wählen gehen“, erklärt die Bezirksschülervertretung. Und genau denen, die nicht ihre eigene Stimme abgeben können, wollte sie so Gehör verschaffen. Dazu gab es eine Fotoaktion: Alle Teilnehmer hatten unter dem Slogan „Diesmal wähle ich für…“ persönliche Beweggründe gesammelt und kamen dann zum Gruppenfoto auf dem Schulhof – in der Hoffnung auf eine hohe Wahlbeteiligung im Mai. „Diesmal wähle ich für… alle, die noch nicht wählen dürfen“, brachte es ein Schüler auf den Punkt.

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