Kreis Coesfeld
Rehkitz-Rettung schon vor der Mahd

Kreis Coesfeld. Die Arbeit auf den Höfen war in den letzten Wochen weitgehend von Feldarbeiten geprägt. Viele Felder mussten bestellt, bestehende Kulturen gepflegt und gedüngt werden. Und auch im Mai wird es für viele Landwirte nicht ruhiger, denn es steht die Mahd der Wiesen und Weiden sowie des Grünroggen an.

Dienstag, 07.05.2019, 11:14 Uhr
Kreis Coesfeld: Rehkitz-Rettung schon vor der Mahd
Möglichst schon vor der Mahd sollten Wildtiere gerettet werden. Foto: az

Begonnen haben auch die Brut- und Setzzeiten vieler Wildtiere – Weiden, Wiesen und Felder werden zur Kinderstube für Rehe, Hasen oder Bodenbrüter.

Zum Schutz dieser Wildtiere arbeiten Landwirte, Lohnunternehmer und Jäger jedes Jahr Hand in Hand, wie der Kreisverband Coesfeld des Westfälisch-Lippischer Landwirtschaftsverbands (WLV) mitteilt.

„Der Artenschutz sowie der Erhalt der Biodiversität liegt uns Landwirten natürlich sehr am Herzen“, so Michael Uckelmann, Vorsitzender des Kreisverbands. „Viele Berufskollegen legen Blühstreifen und Lerchenfenster an oder beteiligen sich am Kibitzschutz. Eine besondere Herausforderung liegt jedes Jahr auch im Schutz der Wildtiere.“

Effektive Wildtierrettung beginne dabei bereits vor der eigentlichen Mahd. So werden Weiden und Wiesen beispielsweise mit dem Jagdhund abgesucht oder alternativ Drohnen oder Infrarotgeräte eingesetzt, so der WLV. Letztere erkennen die Rehkitze über eine höhere Wärmestrahlung der Tiere im Vergleich zur Wiese. Aber auch die Vergrämung (Vertreibung) mit Hilfe von Flatterbändern, Knistertüten oder elektronischen Wildscheuchen sowie der Einsatz von akustischen Wildtierrettern an Trecker oder Mähwerk helfen, Wildtierverluste zu vermeiden. Durch die Mahd von innen nach außen bleibe den Tieren bis zuletzt noch die Möglichkeit zu fliehen.

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