Kreis Coesfeld
Biotonne: Zu viel Plastik drin

Kreis Coesfeld (vth). Bio- und Grünabfall stellt im Kreis Coesfeld mit 42 197 Tonnen (2017: 44 410 t) die mit Abstand größte Abfallart dar, wenn auch 2018 weniger Tonnen als 2017 zusammen kamen. Umgerechnet 192 kg pro Person. Das große Aber: „Es landen immer häufiger Dinge in die Biotonne, die nicht dort hinein gehören“, sagt Bölte. Diese Beobachtung seien im Kompostwerk der Firma Reterra in Rosendahl-Höven, in dem der gesamte Bio- und Grünabfall des Kreises Coesfeld aufbereitet wird, gemacht worden.

Mittwoch, 08.05.2019, 12:12 Uhr

„Deswegen starten wir jetzt die Kampagne #WirfürBio“, erklärt Bölte. Bürger sollen verstärkt aufgeklärt werden, was mit dem Bioabfall passiert und warum Fremdstoffe nichts darin zu suchen haben.

„Wer seinen Abfall konsequent richtig trennt und den wertvollen Bioabfall von Störstoffen freihält, engagiert sich schon im eigenen Haushalt aktiv für den Umwelt- und Klimaschutz“, meint Bölte.

Plastik jedenfalls gehöre nicht in die Biotonne. „Er kann nur mit einem erheblichen Aufwand wieder aus dem Bioabfall entfernt werden“, erklärt Bölte. Das sei aufwändig und teuer. Neben Plastikbeuteln – auch kompostierbare sollen nicht hineingeworfen werfen – seien Kartoffel-Plastiknetze ein typisches „Fundgut“ im Bioabfall. „Das Netz wird zusammen mit den Kartoffelschalen in die Tonne geworfen“, berichtet Bölte. Nicht gut, viel Arbeit für die Sortieranlage.

Zusammen mit den Städten und Gemeinden sollen mit der Kampagne in 2019 die Fehlbefüllungen reduziert werden. „Wir werden am Ende kreisweit die Biotonnen auch stärker kontrollieren“, kündigt Bölte an. Ist Plastik drin, kann es durchaus sein, dass das Abfuhrunternehmen die Tonne stehen lässt.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6596817?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947630%2F947662%2F
Nachrichten-Ticker