Kreis Coesfeld
Tiefer Griff in die Tasche für die Marke

Kreis Coesfeld (vth). Mit dem Münsterland sollen Menschen etwas anderes als allenfalls Pferde verbinden. Wie ist das Selbstverständnis der Region und wie ist die Wirkung nach außen? Seit 2017 arbeitet Münsterland e.V. daran, eine Marke zu etablieren (wir berichteten). „Die drei Leitprojekte Onboarding@Münsterland, „Picknick³“ und „Münster.Land.Leben“ sind inzwischen mit zahlreichen Akteuren und mit Leben gefüllt worden“, berichtete Vorstand Klaus Ehling jetzt im Ausschuss für Finanzen, Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung. Nun sollen weitere Bürger und Mitwirkende einbezogen und Projekte konkretisiert werden, um die Marke zu entwickeln.

Mittwoch, 12.06.2019, 08:24 Uhr
Kreis Coesfeld: Tiefer Griff in die Tasche für die Marke
Für die weitere Entwicklung der „Marke Münsterland“ sollen die Kreise ihre Unterstützung erheblich erhöhen. Der zuständige Fachausschuss gab bereits grünes Licht. Foto: Archiv

Das kostet: Über 1,2 Millionen Euro, so rechnete Ehling im Ausschuss vor, werde dauerhaft pro Jahr ab 2020 benötigt. Diese Mittel seien auf Basis der bisherigen Erkenntnisse erforderlich, um regional und überregional nachhaltige Beachtung und Begehrlichkeit für die „Marke Münsterland“ zu erzielen.

Aufgeteilt werden die Gelder in den Münsterlandkreisen. Für den Kreis Coesfeld wären das 164 520 Euro, noch einmal so viel wie der Münsterland e.V. bereits an Unterstützung bekommt. Genau: 350 976 Euro plus einen jährlichen Vereinsbeitrag in Höhe von 54 840 Euro.

Im Ausschuss gab es bei zwei Enthaltungen Zustimmung, allerdings auch kritische Vorschläge: „Mir fehlen Gesichter, die dahinter stehen“, sagte Klaus Viktor Kleerbaum (Dülmen) von der CDU. „Nicht Landräte, sondern Leute außerhalb von Politik.“ Harald Koch (Billerbeck) von der CDU sagte, dass das alte Image unbedingt korrigiert werden müsse, und dazu gehörten Themen einer modernen Zukunft wie eine gute Mobilität durch Nahverkehr, Wohnraum zum Wohlfühlen, eine hohe Lebensqualität. „Wir sind hier nicht hinter den sieben Hügeln“, so Koch. Außerdem sollte nicht nur an Jüngere gedacht werden, um sie ins Münsterland zu holen, sonderen auch an Ältere, „damit sie bleiben und sich hier zu Hause fühlen“.

Dr. Anne-Monika Spallek von den Grünen fand das Projekt insgesamt „etwas altbacken“ und enthielt sich bei der Abstimmung. Sie zweifelte, ob die heutige Bevölkerung mit Youtubern oder Friday-for-future-Demonstranten auf diese Weise erreicht werden könne. „Und wenn man über Geld redet, dann über kleinere Chargen.“

Johannes Waldmann (Ascheberg) von der SPD erinnerte daran, dass das Projekt längst laufe. „Wer einen komplett anderen Ansatz möchte, ist einen Tacken zu spät“, kritisierte er in Richtung CDU. Und wer so eine grundsätzlich Marken-Entwicklung haben möchte wie sie angestrebt werde, der müsse auch Geld dafür in die Hand nehmen. Die SPD stehe hinter dem Projekt. Die CDU gab ebenfalls grünes Licht und wollte ihre Einwürfe als „vertiefende Vor

Die drei Leitprojekte:

„Onboarding@Münsterland“: Steht für „Ankommen“ als Projekt für die Unternehmen im Münsterland zur Fachkräftesicherung. Bewerber sollen mit der Region vertraut gemacht und über die Lebensqualität im Münsterland informiert werden.

„Picknick³“: Als Zeichen des Lebensgefühls. Wohlfühlen als Identifikationsprojekt aller Bürger des Münsterlandes und derer, die es werden sollen. Picknick alsMarkenzeichen der Region, auch an ungewöhnlichen Orten mit besonderen Produkten der Region.

„Münster.Land.Leben“: Die Fachhochschule (FH) Münster entwickelt Lösungsideen für den Gesundheits- und Versorgungssektor. 13 Teilvorhaben sollen den Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft fördern und neue Konzepte entwickeln.schläge“ verstanden wissen.

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