Kreis Coesfeld
SPD im Kreis lehnt Steuererhöhung ab

Kreis Coesfeld. Die SPD im Kreis Coesfeld kritisiert den Vorschlag zur Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Fleisch. „Wir lehnen eine Mehrwertsteuererhöhung für Fleischprodukte ab, weil es ungerecht und unsozial ist. Die einseitige Belastung von einkommensschwachen Familien tragen wir nicht mit“, so Johannes Waldmann, stellvertretender Vorsitzender der SPD im Kreis Coesfeld.

Dienstag, 13.08.2019, 10:00 Uhr
Kreis Coesfeld: SPD im Kreis lehnt Steuererhöhung ab
Johannes Waldmann, stellvertretender Vorsitzender der SPD. Foto: az

„Die SPD setzt sich für hochwertiges, gesundes, ausgewogenes und kostenloses Kita- und Schulessen ein. Gutes Kita- und Schulessen lässt sich pädagogisch sinnvoll einbetten und kann so wirklich zu einer gesunden Ernährung beitragen und zu neuen Essgewohnheiten führen“, meint Waldmann in der SPD-Mitteilung.

Nach der Sommerpause soll eine entsprechende Initiative in den SPD-Kreisvorstand eingebracht und beraten werden. „Wir wollen einen Bewusstseinswandel in der gesamten Gesellschaft zur Wertigkeit von Fleisch und letztlich auch zur Reduzierung des Konsums. Aber nicht nur einseitig vom ärmeren Bevölkerungsteil“, begründet Waldmann. Für Unmut bei den Genossen sorgt auch der Fakt, dass eine höhere Mehrwertsteuer bei günstigem Fleisch nur wenige Cent ausmacht, während hochwertigere Produkte signifikant teurer werden. Dadurch werde ein Anreiz geschaffen, mehr günstiges Fleisch zu produzieren – auf Kosten der Landwirte und der Qualität.

In einer zweiten Initiative beschäftigt sich der Vorstand mit der Mehrwertsteuer auf Windeln und Babynahrung. „Die Reform ist überfällig. Wir können nicht akzeptieren, dass Familien bei der Babynahrung den regulären Steuersatz zahlen müssen, während bei Tiernahrung der ermäßigte gilt“, so Waldmann.

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