Kreis Coesfeld
Schmuck vom Bauhaus inspiriert

Donnerstag, 03.10.2019, 10:00 Uhr
Kreis Coesfeld: Schmuck vom Bauhaus inspiriert
Die Gewinnerin aus dem Kreis Coesfeld: Yvonne Döring aus Nottuln bekam den ersten Preis in der Kategorie 1./2. Lehrjahr. Foto: az

Kreis Coesfeld. 100 Jahre Bauhaus nahm die Innung der Gold- und Silberschmiede im Regierungsbezirk Münster zum Anlass, erstmalig einen Wettbewerb für Auszubildende und Gesellen mit Motiven à la Bauhaus auszuschreiben.

„Dieser Wettbewerb wird jetzt alle zwei Jahre stattfinden“, kündigte Obermeister Mathias Engels aus Ahaus in der Kolvenburg in Billerbeck an.

14 Auszubildende ihrer Innung haben sich mit ausgefallenen Schmuckstücken beworben und nur eine Gesellin. Alle 15 Arbeiten waren auf einem Tisch ausgebreitet. Jeweils drei Preise vergab die Jury in der Kategorie A (1./2.Lehrjahr) und in der Kategorie B (3./4. Lehrjahr), dazu noch zwei Belobigungen aus der Kategorie A.

Besonders erfolgreich war Yvonne Döring aus Nottuln mit ihrem „Ring mit beweglichen Dreikantelementen“. Sie gehört als einzige Teilnehmerin aus dem Kreis Coesfeld zu den Gewinnern: Der 1. Platz in der Kategorie 1./2. Lehrjahr.

„Alle 15 Arbeiten sind ausnahmslos von sehr hoher Qualität“, lobte Engels. Die Jury, bestehend aus Paul Silder aus Enschede (Künstler/Gelerist/Pädagoge), Swenja Janning (Kulturreferentin des Kreises Coesfeld) und Heiner Farwick aus Ahaus (Architekt/Vorsitzender des Bunds deutscher Architekten), habe es nicht leicht gehabt bei der Vergabe der Preise, markierte Engels. Da die Ausbildung zum Gold- und Silberschmied dreieinhalb Jahre dauere, gebe es auch ein viertes Lehrjahr, klärte er weiterhin auf.

„Das Schmuckhandwerk hat am Bauhaus keine Rolle gespielt. Wir konnten uns deshalb bei der Begutachtung an keinen Prinzipien von Schmuck orientieren“, so Kunsthistorikerin Janning. Der Anhänger „Kandinsky“ von Fine Eissing aus Münster, die den dritten Preis in der Kategorie A erhielt, trug den Namen des Malers und Lehrers am Bauhaus Wassilij Kandinsky bereits im Titel. Der Ring von Yvonne Döring aus Nottuln, die den 1. Preis in der Kategorie A gewann, erinnerte Janning an ein Gebäude im Bauhaus-Stil.

Der einzige männliche Bewerber war Maximilian Sitte aus Steinfurt. Er gewann in der Kategorie B den 3. Preis mit einem Halsreif aus Messing und Filz. Katharina Böckmann holte in der Kategorie B den 1. Preis mit einem Anhänger, den sie „USB“ nannte. Böckmann kommt aus Münster. Sie befindet sich im dritten Lehrjahr in der Goldschmiede Schramm in Coesfeld. „Der Schmuckbereich hat mich schon immer interessiert. Nach meiner Ausbildung zur gestaltungstechnischen Assistentin mache ich diese Ausbildung zur Gold- und Silberschmiedin“, so Böckmann, die sich über den ersten Preis wie alle anderen Preisträger sehr gefreut hat. „Es gibt dort eine so große Vielfalt in der Technik und in den Formen. Man kann verschiedene Materialien kombinieren, das ist auch spannend“, ergänzte Böckmann.

Zusätzlich hatte Engels für alle 15 Teilnehmer noch eine weitere Überraschung parat. Es bestehe das Angebot, diese Arbeiten auf der Inhorgenta in München im Februar 2020 auszustellen. „Das ist unsere größte Fachmesse“, ergänzte Engels.

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