Kreis Coesfeld
Das sind die Kandidaten der Grünen

Kreis Coesfeld (vth). Die Grünen sind bereits im Wahlfieber – sie haben ihre Kandidaten für die Reserveliste für die Kreistagswahlen am 13. September 2020 in der Mitgliederversammlung aufgestellt. „Aktuell sind sechs Grüne im Kreistag vertreten. Aber wir gehen davon aus, dass wir ein paar mehr reinkriegen“, sagt Rainer Michaelis, Sprecher der Kreis-Grünen. Die Zeichen stehen für die Grünen im Moment bestens. Das spiegelt sich auch in den Mitgliederzahlen wider: „Wir stagnierten eine ganze Zeit bei um die 170, seit knapp zwei Jahren gewinnen wir beträchtlich dazu“, berichtet Michaelis: Zurzeit hätten die Grünen 231 Mitglieder. Und viele davon seien bereit, mehr zu machen und in der Kreispolitik mitzumischen.

Mittwoch, 13.11.2019, 10:00 Uhr
Kreis Coesfeld: Das sind die Kandidaten der Grünen
Kandidaten der Kreis-Grünen für die Reserveliste für die Kreistagswahlen 2020. v.l.: Waltraud Oertel (Olfen, Platz 7), Sarah Mühlenbäumer (Ascheberg, Platz 11), Ursula Niermann (Coesfeld, Platz 9), Tim Schreiber (Dülmen, Platz 8), Norbert Vogelpohl (Coesfeld, Platz 2), Wolfgang Dropmann (Senden, Platz 6), Mareike Raack (Coesfeld, Platz 1), Christoph Lützenkirchen (Lüdinghausen, Platz 12), Dr. Anne-Monika Spallek (Billerbeck, Platz 3), Uta Spräner (Nordkirchen, Platz 5) Ralf Wozniak (Olfen, Platz 10). Es fehlt Patrick Jansen (Dülmen, Platz 4). Foto: az

Auf der Reserverliste, über die bei der Kommunalwahl nicht direkt gewählte Kandidaten in den Kreistag einziehen, stehen abwechselnd eine Frau und ein Mann. „Wie es immer bei den Grünen ist, weil wir eine Frauenquote haben“, so Michaelis. Ein Mix zudem aus jüngeren und älteren Kandidaten.

Spitzenkandidatin ist Mareike Raack aus Coesfeld. Die 27-Jährige ist bereits im Kreistag vertreten. Auf Platz 2 wurde der erfahrene Kommunalpolitiker Norbert Vogelpohl aus Coesfeld (58) gewählt, der ebenfalls aktuell im Kreistag vertreten ist und Fraktionssprecher der Grünen ist. Auf Platz 3 folgt neu die Sprecherin der Grünen, Dr. Anne-Monika Spallek (51) aus Billerbeck, die noch nicht im Kreistag mitwirkt und im Bereich Bäuerliche Landwirtschaft besonders aktiv ist. Mit dem 27-jährigen Patrick Jansen aus Dülmen möchte ein weiterer junger Kandidat im Kreistag mitmischen. Neu auf einem vorderen Platz ist Uta Spräner (49) aus Nordkirchen (Platz 5), während Wolfgang Dropmann (66) aus Senden aktuell im Kreistag vertreten ist und mit dem sechsten Platz auf der Liste noch einen relativ sicheren Platz hat, um erneut einzuziehen. Die weiteren Plätze: 7. Waltraud Oertel (65) aus Olfen, 8. Tim Schreiber (38) aus Dülmen, 9. Ursula Niermann (55) aus Coesfeld, 10. Ralf Wozniak (48) aus Olfen. Nicht wieder in den Kreistag möchte Willi Kortmann (64), der schon seit vielen Jahren dabei ist. Er kandidierte freiwillig für einen hinteren Platz, der voraussichtlich nicht mehr ziehen wird.

Im ersten Teil der Mitgliederversammlung verdeutlichte Uli Ahlke, ehemaliger Leiter des Amtes für Klimaschutz und Nachhaltigkeit des Kreises Steinfurt, die Anforderungen des Klimaschutzes an die Kreispolitik. Seine Kernbotschaft: Die Kommunen spielen bei der großen Transformation eine entscheidende Rolle, denn nur auf kommunaler Ebene kann der notwendige, kontinuierliche Dialog mit den Bürgern geführt werden. In diesem Zusammenhang könne die Reduzierung der Kommunalverwaltungen auf reine Pflichtaufgaben den Kommunen und den ländlichen Regionen nur schaden. Auch der Kreis hat viele Möglichkeiten, um als Dienstleister den Klimaschutz in der Region anzutreiben.

Als Motor für den regionalen Klimaschutz könne der Kreis z.B. vernetzen, unterstützen, eigene Projekte realisieren, übergeordnete Strategien entwickeln und gemeinschaftliche Kampagnen organisieren.

Keinen eigenen Landratskandidaten:

Einen eigenen Landratskandidaten wollen die Kreis-Grünen nicht ins Rennen schicken. Diesem Vorschlag des Vortstands stimmten die Mitglieder in der Versammlung zu; es meldete sich auch niemand, der kandidieren möchte. Ob die Grünen einen Kandidaten unterstützen, ist noch offen. Bis zum jetzigen Zeitpunkt bewirbt sich der amtierende Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr (CDU) erneut und für die SPD hat Hermann-Josef Vogt den Hut in den Ring geworfen. „Wir wollen die Kandidaten zu uns einladen und schauen, welche Schnittmengen es gibt“, so Michaelis. Statt einen eigenen Kandidaten zu stellen sei es den Grünen wichtiger, in der Kreispolitik „deutlich stärker“ mitzumischen. „Wir wollen unsere wesentlichen Kernforderungen, insbesondere in Richtung Klimaschutz, durchbringen“, betont er.

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