Jahresüberschuss in allen elf Kommunen des Kreises
Mehr im Säckel als erwartet

Kreis Coesfeld. Den Städten und Gemeinden im Kreis Coesfeld geht es finanziell gut. Acht Kommunen haben bislang einen Jahresüberschuss vorgelegt und allesamt im vergangenen Jahr finanziell besser abgeschnitten, als es der Haushaltsplan für 2018 vorgesehen hatte. Das geht aus dem Bericht hervor, der am Montagabend dem Ausschuss für Finanzen, Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung vorgestellt wurde.

Dienstag, 03.12.2019, 09:34 Uhr
Jahresüberschuss in allen elf Kommunen des Kreises: Mehr im Säckel als erwartet
Foto: az

Lediglich Olfen, Nottuln und Havixbeck können noch keine konkreten Zahlen liefern, doch auch dort heißt es auf Nachfrage unserer Zeitung bereits aus allen drei Kämmereien, dass ein Überschuss erwirtschaftet wurde. Alle Kommunen haben damit Ende 2018 mehr im Säckel gehabt als erwartet. Auch der Kreis Coesfeld hat im Vergleich zum Haushaltsplan 2018 um 1 796 700 Euro besser abgeschnitten, weist jedoch immer noch einen Fehlbetrag von 1 333 286 Euro aus.

Die größte Abweichung (+ 10 559 381 Euro) zum Haushaltsplan 2018 verzeichnet die Stadt Coesfeld. Dort hatte man mit einem Fehlbetrag von 1 287 970 Euro kalkuliert und letztlich einen Jahresüberschuss von 9 271 411 Euro erwirtschaftet. Auch das Steueraufkommen aus Grund- und Gewerbesteuer hat sich in neun der elf Kommunen in 2018 im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Ausnahmen bilden Ascheberg (- 1,5 %) und Coesfeld (- 0,7 %). Die Tendenz im Planungszeitraum bis 2023 ist jedoch überall steigend.

„Unterm Strich scheint es den Kommunen nicht schlecht zu gehen“, stellte Ausschussvorsitzender Prof. Josef Gochermann fest (CDU). Angesichts des sich fortsetzenden Trends, dass die Erträge des Kreises auch 2019 „wieder erheblich“ über den Erwartungen liegen, wie Dr. Anne-Monika Spallek (Grüne) erklärte, beantragte ihre Fraktion, im Haushalt 2020 die Aufwendungen um einen sogenannten globalen Minderaufwand von 900 000 Euro zu kürzen. „Das wäre ein Zeichen an die Kommunen, dass wir unsere Planungen besser in den Griff kriegen“, so Spallek. Carsten Rampe (SPD) ging sogar noch weiter und beantragte, pauschal die Kreisumlage um drei Millionen Euro zu senken. Beide Anträge sollen nun im Kreisausschuss am Mittwoch (4. 12., 16.30 Uhr) weiter beraten werden. Denn bei einer pauschalen Kürzung hat die CDU Bedenken. „Eigentlich müssten wir unser Eigenkapital stärker ausbauen“, meinte Claus Löcken mit Blick auf die Tatsache, dass der Kreis Coesfeld verglichen mit den Kommunen im Jahr 2017 über das mit Abstand geringste Eigenkapital verfügte und auch die Prognose für die nächsten Jahre keine Besserung zeigt.

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