Landratskandidat der SPD setzt vier Themenschwerpunkte
Vogt will „klare Kante zeigen“

Kreis Coesfeld. Nicht nur reden – machen! So lautet das Credo von Hermann-Josef Vogt. Der 57-jährige Sozialdemokrat sieht sich im Rennen um das Amt des Landrats als jemand mit „politischen Konturen“ und klarem „Kontrast“ zum Amtsinhaber Dr. Christian Schulze Pellengahr (CDU). Am Freitagmittag hat Vogt sich in Dülmen als Landratskandidat der SPD nun offiziell vorgestellt und betont, er wolle „klare Kante zeigen“. Vier Themenschwerpunkte liegen ihm dabei besonders am Herzen.

Samstag, 14.12.2019, 09:02 Uhr
Landratskandidat der SPD setzt vier Themenschwerpunkte: Vogt will „klare Kante zeigen“
Hermann-Josef Vogt (r.), hat sich als Landratskandidat der SPD am Freitagmittag in der Zentrale des SPD Unterbezirks Coesfeld in Dülmen offiziell vorgestellt. André Stinka (l.), Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Coesfeld, ist überzeugt, mit Vogt den richtigen Kandidaten gefunden zu haben. Foto: Florian Schütte

Das aktuelle Kibiz-Gesetz bezeichnet Vogt als „Mumpitz“. „Das muss deutlich besser werden.“ Auf Kreisebene wolle er sich für die Entlastung der unteren und mittleren Einkommensschichten einsetzen mit dem fernen Ziel, dass „der gesamte Kinderbereich von der Kita bis zur Ausbildung gebührenfrei ist“, so Vogt.

Für „gute Mobilität und Infrastruktur“ will sich Vogt ebenfalls einsetzen. Wenn sich das von der SPD zur Prüfung beantragte 365-Euro-Jahresticket umsetzen lasse, „werden wir mehr Leute in die öffentlichen Verkehrsmittel bekommen“, ist Vogt überzeugt. Aber – und das ist ihm bewusst – „wir müssen dafür sorgen, dass unsere Verkehrsunternehmen auch Fahrer und vernünftige Fahrzeuge bekommen“.

Der dritte wichtige Punkt auf seiner Liste ist das Thema bezahlbarer Wohnraum. „Wenn Wohnen zum Luxus wird, hat die Marktwirtschaft versagt“, meint Vogt. „Bezahlbarer Wohnraum geht nur über Genossenschaftsmodelle.“

Nicht zuletzt will Vogt auch die Klima- und Landwirtschaftspolitik besonders in den Fokus nehmen. Besonders der „nachhaltige Gewässerschutz“ soll hier ein Schwerpunkt werden.

Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität – dafür will Vogt weiterhin kämpfen. André Stinka, Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Coesfeld und Mitglied des Landtags, ist überzeugt, mit Vogt den richtigen Kandidaten gefunden zu haben. „Wir stellen fest, dass der Kreis momentan zu wenig seine Bündelungsfunktion wahrnimmt“, meint Stinka. Über viele Themen wie Mobilität und Zukunft werde nur geredet – vor dem Land zur Öffnung von Fördertöpfen verfochten würden diese Ideen jedoch nicht. Dafür sei das geplatzte Projekt eines autonom fahrenden Busses in Lüdinghausen ein Beispiel. „Wir brauchen eine starke Stimme in Düsseldorf“, fordert Stinka. Vogt will diese „starke Stimme“ sein. Auch der Landratskandidat selbst meint: „Was wir für den Kreis Coesfeld wollen, muss in Düsseldorf deutlich werden.“ Das vermisse er beim aktuellen Amtsinhaber.

Im Kreis Coesfeld „gut vernetzt und verankert“ will Hermann-Josef Vogt die Themen angehen, „die die Bürger bewegen“ – und dabei nicht nur darüber reden, sondern machen.

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