Kreis Coesfeld
Ortwin Bickhove-Swiderski geht in Rente

Immer kritisch, immer für Arbeitnehmerrechte: Nun geht der Gewerkschaftler Ortwin Bickhove-Swiderski aus Dülmen in den Ruhestand.

Mittwoch, 08.01.2020, 12:00 Uhr
Kreis Coesfeld: Ortwin Bickhove-Swiderski geht in Rente
Ortwin Bickhove-Swiderski Foto: az

45 Jahre war er hauptamtlicher Sekretär. „Gewerkschaftssekretär war und ist für mich der Traumberuf“, sagt er. Ehrenamtlich will er auch weiterhin als DGB-Vorsitzender in Dülmen und als Kreisvorsitzender tätig bleiben. Nach einer Ausbildung zum Industrie-Kaufmann und Fachabitur Wirtschaft war Bickhove-Swiderski zunächst bei einem Bundestagabgeordneten und als Parteisekretär der SPD tätig. Dann beim DGB Landesbezirk in Düsseldorf, ein Wechsel zur Gewerkschaft ötv nach Gelsenkirchen, die im Wege einer Fusion in der Dienstleitungsgewerkschaft verdi aufgegangen ist. Ortwin Bickhove-Swiderski nahm an hunderten von Demonstrationen teil, Sitzungen und Beratungen mit Betriebs- und Personalräten. Zum Schluss machte die Gewerkschaft auf sich aufmerksam, als sie die Stadt Dülmen erfolgreich verklagte – wegen des 1.-Mai-Empfangs in der Alten Sparkasse. Heimatgeschichte und die Aufarbeitung der NS Zeit ist Bickhove-Swiderski nach wie vor ein persönliches Anliegen. Mehrere Male wurde er von der NPD verklagt.

Sein Buch „Dülmen unterm Hakenkreuz“ ist ein kleiner „Renner“ geworden. 2015 wurde Bickhove-Swidersk mit der Kulturplakette der Stadt Dülmen ausgezeichnet.

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