CDU-Arbeitskreis Gesundheit tagte im Kreishaus
Experten boten Einblicke in Pflege

Kreis Coesfeld. „Auch auf die Gefahr hin, die sprichwörtlichen ‚Eulen nach Athen’ zu tragen: Gern geben wir Ihnen heute Informationen aus erster Hand.“ Mit diesen Worten begrüßte Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr nun den Arbeitskreis Gesundheit und Pflege des CDU-Kreisvorstandes im Großen Sitzungssaal des Kreishauses und betonte: „Die meisten von Ihnen sind ja selbst Fachleute in dieser Thematik.“ Auf dem Programm standen vier Fachvorträge zur „Pflege im Kreis Coesfeld“; fünf Expertinnen des Kreises gewährten den rund 30 Gästen aktuelle Einblicke in ihre Tätigkeitsfelder. Initiiert und moderiert von den beiden Kreistagsmitgliedern Anni Willms (Lüdinghausen) und Willi Wessels (Dülmen), dauerte der intensive Informations- und Gedankenaustausch mehr als drei Stunden an.

Dienstag, 28.01.2020, 19:36 Uhr
CDU-Arbeitskreis Gesundheit tagte im Kreishaus: Experten boten Einblicke in Pflege
Der Arbeitskreis Gesundheit und Pflege informierte sich über Pflege im Kreis Coesfeld. Foto: az

Sozialdezernent Detlef Schütt sorgte für die Überleitung zwischen den Redebeiträgen, indem er zusätzliche Information zur fachlichen Einordnung gab. Mit dem Pflegebedarfsplan, der durch den Kreistag verabschiedet wird, stellte Randi Wellkamp die Grundlage für alle Planungen und Tätigkeiten des Kreises dar. „Die meisten alten Menschen wollen so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben“, betonte Wellkamp. Petra Heilers und Hannah Terhaar gaben Einblicke in den Service der Pflege- und Wohnberatung des Kreises: „Über ein Drittel der Beratungen erfolgen in einem persönlichen Gespräch im Büro, zuhause oder in der Sprechstunde vor Ort. Weitere 60 Prozent der Beratungsanfragen werden mit einem ausführlichen telefonischen Gespräch beantwortet.“ Ein inhaltlicher Schwerpunkt seien dabei die Einstufungen durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen. Nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch die Pflegenden benötigen häufig Hilfe: Die Pflegeberatung informiert auch über Unterstützung- und Entlastungsangebote für alle, die Angehörige zuhause pflegen.

„Barrieren abzubauen, ist leichter als gedacht“, brachte es Annette Manai-Joswowitz auf den Punkt. Die ausgebildete Architektin ist ebenfalls in der Pflege- und Wohnberatung des Kreises tätig und macht sich für ein Zuhause ohne störende Hindernisse stark. Was sich später als hilfreich und unverzichtbar erweise, biete heute schon viel Wohnkomfort. Mit vielen durchdachten und auch kostengünstigen Details könne man sich hohe spätere Umbaukosten ersparen. Gern überprüft die Wohnberatung Haus oder Wohnung persönlich vor Ort.

Mit Pflegekosten und Leistungen zur Pflege befasste sich abschließend Claudia Homann von der Sozialabteilung des Kreises.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7224556?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947630%2F947662%2F
Nachrichten-Ticker