Grundstücke: Am teuersten in Coesfeld, am günstigsten in Rosendahl
Steigende Preise für Einfamilienhäuser

Kreis Coesfeld. Die Kreisstadt ist das teuerste Pflaster: In Coesfeld müssen Bauinteressierte für Wohnbaugrundstücke in mittleren Lagen am meisten hinblättern: 205 Euro pro Quadratmeter kosteten sie 2019, in Top- und Innenstadtlagen waren die Preise gar bei satten 620 Euro, wie aus dem Grundstücksmarktbericht hervorgeht, den der Gutachterausschuss veröffentlichte. Auch in Dülmen (540 Euro) und in Lüdinghausen (410 Euro) muss man für Toplagen hohe Preise zahlen. Dabei gingen die Richtwerte In den Innenstadt- und Geschäftslagen insbesondere in Coesfeld, Dülmen, Lüdinghausen, Olfen, Billerbeck und Nottuln im Vergleich zum Vorjahr um fünf bis zehn Prozent zurück. „Im Rückgang der Mieten lässt sich eine Entwicklung ablesen, die wir oftmals selber in den Innenstadtbereichen durch vorhandene Leerstände feststellen können“, berichtet Jörg Böcker, Leiter der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses beim Kreis Coesfeld.

Mittwoch, 25.03.2020, 06:00 Uhr
Grundstücke: Am teuersten in Coesfeld, am günstigsten in Rosendahl: Steigende Preise für Einfamilienhäuser
Foto: az

Am günstigsten ist Bauland nach wie vor in Rosendahl mit 90 Euro für mittlere Lagen. Am teuersten sind Grundstücke neben Coesfeld in Olfen, Havixbeck und Senden.

„Gekennzeichnet war der Immobilienmarkt 2019 im Kreisgebiet insbesondere durch steigende Preise bei Einfamilienhäusern“, betont der Vorsitzende des Gutachterausschusses, Manfred Wewers. Vor allem Einflüsse der Stadt Münster seien in den benachbarten Gemeinden Havixbeck, Nottuln, Senden und Ascheberg deutlich nachzuweisen. Für Ein- und Zweifamilienhäuser wurden durchschnittlich rund 343 000 Euro gezahlt. 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Anzahl der Verkäufe blieb mit rund 600 nahezu konstant. Der Neubaupreis von Ein- und Zweifamilienhäusern lag bei 3046 Euro/m². „Die Entwicklung der steigenden Durchschnittspreise bei Einfamilienhäusern setzt sich fort“, analysiert Wewers.

Der Preis für neu errichtete Eigentumswohnungen in Mehrfamilienhäusern lag im Kreisdurchschnitt bei 2732 Euro/m² Wohnfläche und damit auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr. Der durchschnittliche Kaufpreis von Neubauwohnungen betrug rund 214 000 Euro (minus 6 Prozent). Mit 147 Käufen in 2019 ist die Anzahl der Verkäufe von Neubauwohnungen gegenüber 2018 um 22 Prozent gesunken.

Die landwirtschaftlichen Böden verzeichnen erneut eine Wertsteigerung: Hier steigen die Bodenrichtwerte um sechs Prozent auf durchschnittlich 8,80 Euro/m² an.

Der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses wurden im Jahr 2019 insgesamt 2008 Kaufverträge zur statistischen Auswertung vorgelegt. Darunter 599 Kaufverträge unbebauter Grundstücke: 326 Wohnbaugrundstücke (minus 17 Prozent) sowie 22 land- bzw. forstwirtschaftlich genutzte Flächen (minus 31 Prozent) wechselten im Jahr 2019 den Eigentümer. Mit 41 Käufen wurden in Ascheberg die meisten Wohnbaugrundstücke veräußert, gefolgt von Lüdinghausen und Dülmen mit 34 bzw. 32 Bauplätzen.

Für Wohnbauland in Ascheberg, Coesfeld, Lüdinghausen, Nottuln, Olfen und Senden ergaben sich Steigerungen zwischen vier und sieben Prozent. In den übrigen Kommunen bleiben die Bodenrichtwerte nahezu konstant.

0 Infos bei Anne Schumacher (Tel. 02541 / 186814) und Ulrich Kenkmann (02541/186812) von der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses. www.boris.nrw.de.

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