Kontaktsperren und Quarantäne: Polizei und Kommunen ziehen positive Bilanz
Die meisten halten sich an die Regeln

Kreis Coesfeld. Keine Treffen mit Freunden, kein Grillen, keine Besuche. Weitgehend halten sich die Bürger an das verschärfte Kontaktverbot, das seit gut zwei Wochen gilt. „Verstöße gab es aber auch wieder am Wochenende“, sagt Polizei-Pressesprecherin Britta Venker. Ob es um eine Gruppe von drei Personen ging, die in Buldern unterwegs war, um drei Freunde, die zusammen im Auto saßen oder es darum ging, dass ein Kind auf der Schaukel auf dem Spielplatz wippte. Auch bei den Eisdielen, die am Wochenende vielerorts geöffnet waren, achteten Polizei und Ordnungskräfte verstärkt darauf, dass die Abstandsregelungen eingehalten wurden.

Dienstag, 07.04.2020, 05:00 Uhr
Kontaktsperren und Quarantäne: Polizei und Kommunen ziehen positive Bilanz: Die meisten halten sich an die Regeln
Die verschärften Kontaktsperren gelten jetzt seit mehr als zwei Wochen. Die meisten halten sich dran, sagen Polizei und Kommunen im Kreis Coesfeld. Im Schlosspark in Coesfeld ist etwa nicht mehr viel los (Foto). Aber es kommt auch immer wieder zu Einsätzen. Foto: Viola ter Horst

„Wir stellten aber weit weniger Verstöße fest als in der ersten Woche, als noch eine Gaststätte und ein Fitnessstudio geöffnet waren“, so Venker.

Zu mehreren Strafanzeigen sei es gekommen, weil sich Personen an die Quarantäne nicht gehalten haben. „Das ist schon nicht mehr eine Ordnungswidrigkeit, sondern landet mit einer Anzeige beim Staatsanwalt“, erklärt Venker.

Im Großen und Ganzen halte sich jeder an die Regeln, das ist auch die Einschätzung der Städte und Gemeinden, so Bürgermeistersprecher Richard Borgmann auf Nachfrage. Sie seien stolz, dass es gut laufe und appellierten dringend an die Bürger, die Auflagen weiterhin zu respektieren.

Wer dagegen verstößt, muss mit heftigen Bußgeldern rechnen. Bei Zusammenkünften von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit muss jede Person 200 Euro Bußgeld bezahlen. Picknicken und Grillen kosten 250 Euro; wer gegen ein Besuchsverbot im Krankenhaus oder Altenheim verstößt, muss 200 Euro zahlen.

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